{
  "schemaVersion": 1,
  "subject": "deutsch",
  "quizSets": [
    {
      "id": "de-analysieren",
      "questions": [
        {
          "id": "de-analysieren-kern",
          "prompt": "Was ist beim Operator „analysieren“ entscheidend?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Den Inhalt möglichst ausführlich nacherzählen"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Inhalt, Form und Sprache in ihrem funktionalen Zusammenhang erschließen: zu jeder Beobachtung sagen, was sie bewirkt"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Möglichst viele Stilmittel mit Fachbegriff benennen"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Gleich zu Beginn die eigene Meinung zum Thema begründen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Der IQB-Grundstock verlangt, einen Text „unter Wahrung des funktionalen Zusammenhangs von Inhalt, Form und Sprache“ zu erschließen. Funktional heißt: Was? Wie? Warum? Ein Stilmittel ohne Wirkung bringt kaum etwas, die eigene Meinung gehört in eine andere Teilaufgabe."
        },
        {
          "id": "de-analysieren-beispiel",
          "prompt": "Tucholsky schreibt in seinen „Ratschlägen für einen schlechten Redner“ über einen steifen Redeanfang: „So gewinnst du im Nu die Herzen und die Ohren der Zuhörer.“ Welcher Analysesatz trifft es?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Tucholsky empfiehlt, eine Rede mit einer förmlichen Anrede zu beginnen."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Im Text steht eine Ironie."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Mit ironischem Lob behauptet der Sprecher das Gegenteil dessen, was ein steifer Anfang bewirkt; so lachen die Leser über den schlechten Redner und erkennen, wie man es besser macht."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Die Sprache ist witzig und unterstreicht die Aussage."
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Ein guter Analysesatz nennt das Mittel (Ironie), bezieht sich auf die Stelle und sagt die Wirkung, bezogen auf die Absicht des Textes. Satz a nimmt die Ironie wörtlich, b nennt nur das Mittel, d bleibt bei einer leeren Wirkung."
        },
        {
          "id": "de-analysieren-aufbau",
          "prompt": "Die Aufgabe lautet: „Analysieren Sie den Text. Berücksichtigen Sie dabei den Gedankengang, die sprachlich-stilistische Gestaltung sowie die Intention des Textes.“ Wie baust du die Analyse auf?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Einleitung mit Textdaten und Absicht → Gedankengang → Sprache mit Wirkung → Schluss, der bündelt, wie der Text seine Absicht erreicht"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Liste aller Stilmittel → Inhaltsangabe → eigene Meinung"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Ausführliche Nacherzählung Absatz für Absatz, am Ende ein Satz zur Sprache"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Eigene Stellungnahme → Zitate → Schluss"
            }
          ],
          "correctOptionId": "a",
          "explanation": "Die drei Punkte hinter „Berücksichtigen Sie dabei“ sind der Bauplan. So steht es auch in der IQB-Abituraufgabe zur Analyse pragmatischer Texte. Die eigene Meinung gehört nur in eine Teilaufgabe, die danach fragt."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-zitieren",
      "questions": [
        {
          "id": "de-zitieren-paraphrase",
          "prompt": "Wie kennzeichnest du eine sinngemäße Wiedergabe korrekt?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Mit Anführungszeichen und ohne Zeilenangabe"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Mit „vgl.“ und einer passenden Zeilenangabe"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Nur durch Kursivschrift"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Gar nicht, weil nur direkte Zitate belegt werden"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Eine Paraphrase steht nicht in Anführungszeichen, verweist aber mit „vgl.“ und Stelle auf den Text, zum Beispiel „(vgl. V. 6 f.)“."
        },
        {
          "id": "de-zitieren-einbetten",
          "prompt": "Ein Gedicht beginnt einen Vers mit „Eintönig um die Stadt“. Wie zitierst du das mitten in deinem Satz richtig?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Das Meer braust „Eintönig um die Stadt“ (V. 5)."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Das Meer braust „[e]intönig um die Stadt“ (V. 5)."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Das Meer braust „eintönig um die Stadt“ (V. 5)."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Das Meer braust eintönig um die Stadt."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Der Großbuchstabe am Versanfang passt nicht in deinen Satz. Du änderst ihn, kennzeichnest die Änderung aber mit eckigen Klammern. Ohne Klammern wäre das Zitat nicht mehr wörtlich, ohne Anführungszeichen fehlte der Beleg."
        },
        {
          "id": "de-zitieren-umfang",
          "prompt": "Welche Faustregel hilft beim sparsamen Zitieren?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Möglichst jeden zweiten Satz vollständig zitieren"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Nur ein einziges Zitat in der gesamten Klausur verwenden"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Pro Absatz etwa zwei bis drei kurze Zitate als Belege nutzen"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Zeilenangaben nur bei längeren Zitaten ergänzen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Wenige, kurze Belege von ein bis fünf Wörtern lassen sich in den eigenen Satz einbauen und deuten. Das verlangt der Bewertungsbogen für „gut“: Belege sprachlich integrieren."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-erzaehlperspektive",
      "questions": [
        {
          "id": "de-erzaehler-personal",
          "prompt": "Ein Text erzählt in der Er-/Sie-Form und gibt nur die Gedanken einer Figur wieder. Welche Erzählsituation liegt vor?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Ich-Erzähler"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Personaler Erzähler"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Auktorialer Erzähler"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Dramatischer Sprecher"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Der personale Erzähler verwendet die Er-/Sie-Form, ist aber an die Wahrnehmung und Innensicht einer Figur gebunden."
        },
        {
          "id": "de-erzaehler-auktorial",
          "prompt": "Welches Merkmal weist am deutlichsten auf einen auktorialen Erzähler hin?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er überblickt das Geschehen, kann in mehrere Figuren hineinsehen und kommentiert."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er erzählt ausschließlich mit dem Pronomen „ich“."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er gibt nur äußerlich beobachtbare Handlungen wieder."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er kennt nur die Wahrnehmung einer einzigen Figur."
            }
          ],
          "correctOptionId": "a",
          "explanation": "Der auktoriale Erzähler steht über dem Geschehen: Er kann Gedanken mehrerer Figuren wiedergeben, kommentieren, werten und vorausdeuten. „Allwissend“ ist dafür eine verbreitete, aber zu starke Kurzformel, denn er muss nicht alles wissen und verrät nicht alles."
        },
        {
          "id": "de-erzaehler-wirkung",
          "prompt": "Welche Wirkung hat ein personaler Erzähler typischerweise?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Vollständiger Überblick über sämtliche Figuren"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Nähe zu einer Figur und unmittelbares Miterleben"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Ausschließlich sachliche Distanz ohne Innensicht"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Direkte Ansprache des Publikums durch Regieanweisungen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Die begrenzte Innensicht bindet die Wahrnehmung an eine Figur. Dadurch erlebt der Leser ihre Gedanken und Unsicherheiten besonders nah mit."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-konjunktiv",
      "questions": [
        {
          "id": "de-konjunktiv-funktion",
          "prompt": "Wozu dient der Konjunktiv I in einer Textanalyse?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er kennzeichnet die indirekte Wiedergabe fremder Aussagen."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er drückt immer die eigene Meinung aus."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er ersetzt sämtliche Zeilenangaben."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er wird nur in direkten Zitaten verwendet."
            }
          ],
          "correctOptionId": "a",
          "explanation": "Der Konjunktiv schafft sprachliche Distanz und macht kenntlich, dass du eine Aussage des Autors oder einer Figur wiedergibst."
        },
        {
          "id": "de-konjunktiv-ersatz",
          "prompt": "Die Schüler sagen: „Wir haben zu wenig Zeit.“ Welche Wiedergabe ist eindeutig als indirekte Rede erkennbar?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Die Schüler sagen, sie haben zu wenig Zeit."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Die Schüler sagen, sie hätten zu wenig Zeit."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Die Schüler sagen, sie hatten zu wenig Zeit."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Die Schüler sagen, sie habe zu wenig Zeit."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Der Konjunktiv I „sie haben“ sieht aus wie der Indikativ. Dann nimmst du den Konjunktiv II: „sie hätten“. „Hatten“ ist Präteritum, „habe“ passt nicht zum Plural."
        },
        {
          "id": "de-konjunktiv-beispiel",
          "prompt": "Welcher Satz gibt die Aussage eines Autors korrekt in indirekter Rede wieder?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Der Autor sagt: „Soziale Medien sind gefährlich.“"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Der Autor erkläre, soziale Medien seien gefährlich."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Der Autor erklärt, soziale Medien seien gefährlich."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Der Autor erklärte, soziale Medien sind gefährlich."
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Der Begleitsatz ist deine eigene Aussage und steht im Indikativ Präsens („erklärt“). Nur das Wiedergegebene steht im Konjunktiv („seien“)."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-sachtextanalyse",
      "questions": [
        {
          "id": "de-sachtext-argumentation",
          "prompt": "Welche Elemente untersuchst du bei der Argumentationsstruktur?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Reimschema, Versmaß und lyrisches Ich"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Bühnenbild, Regieanweisungen und Dialoganteile"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "These, Argumente, Beispiele und Schlussfolgerung"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Nur die Länge der einzelnen Absätze"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Die Argumentationsanalyse rekonstruiert, wie eine These durch Argumente und Beispiele gestützt und zu einer Schlussfolgerung geführt wird."
        },
        {
          "id": "de-sachtext-antithese",
          "prompt": "Georg Büchner schreibt im „Hessischen Landboten“ (1834): „Das Leben der Vornehmen ist ein langer Sonntag“ und „Das Leben des Bauern ist ein langer Werktag“. Welcher Analysesatz bringt die meisten Punkte?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Hier steht eine Antithese."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Die Antithese von „Sonntag“ und „Werktag“ stellt Reiche und Arme gegeneinander und lässt den Wohlstand der einen als Ergebnis der Arbeit der anderen erscheinen; so sollen die Bauern ihre Lage als Unrecht sehen."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Büchner benutzt viele Stilmittel, das macht den Text interessant."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Die Antithese unterstreicht die Aussage."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Ein guter Analysesatz nennt das Mittel, belegt es mit einem Zitat, sagt die Wirkung und bezieht sie auf die Absicht des Textes. Die anderen Sätze bleiben bei der Benennung oder bei einer leeren Wirkung stehen."
        },
        {
          "id": "de-sachtext-meinung",
          "prompt": "Wann gehört deine persönliche Position in die Klausur?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Schon in die sachliche Inhaltsangabe"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "In jeden Absatz der Sprachanalyse"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Nur in einen ausdrücklich verlangten Stellungnahme- oder Bewertungsteil"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Niemals, auch wenn die Aufgabe eine Stellungnahme verlangt"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Analyse und Inhaltswiedergabe bleiben sachlich. Subjektiv wirst du erst, wenn ein entsprechender Operator eine eigene Position verlangt."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-gedichtanalyse",
      "questions": [
        {
          "id": "de-gedicht-form-funktion",
          "prompt": "In Goethes „Wandrers Nachtlied“ („Ueber allen Gipfeln / Ist Ruh’“) folgen die Bilder aufeinander: Gipfel (V. 1), Wipfel (V. 3), Vögelein (V. 6), dann „du“ (V. 8). Welcher Satz bringt in der Interpretation Punkte?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Im Gedicht kommen Berge, Bäume und Vögel vor."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Die Ruhe breitet sich Stufe für Stufe vom Berg über Bäume und Vögel aus und erreicht zuletzt den angesprochenen Menschen, der sie noch nicht gefunden hat."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Goethe war gern in der Natur."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Die Reihenfolge der Bilder spielt für die Deutung keine Rolle."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Formbeobachtungen bringen Punkte, wenn du ihre Funktion nennst: Was macht die Reihenfolge mit dem Inhalt? Eine Aufzählung oder eine Vermutung über den Dichter reicht nicht."
        },
        {
          "id": "de-gedicht-bezug",
          "prompt": "Wie verweist du in einer Gedichtanalyse korrekt auf eine Textstelle?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Mit Seitenzahlen: S. 1"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Mit Versangaben: V. 5–7"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Mit Materialangaben: M3"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Ohne genaue Fundstelle"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Bei Gedichten verweist du auf Verse und verwendest deshalb „V.“ statt der bei Prosatexten üblichen Zeilenangabe „Z.“."
        },
        {
          "id": "de-gedicht-sprecher",
          "prompt": "Welche Bezeichnung verwendest du für die sprechende Instanz im Gedicht?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Der reale Autor"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Der auktoriale Erzähler"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Das lyrische Ich"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Der Regisseur"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Die Stimme im Gedicht wird als lyrisches Ich bezeichnet und darf nicht automatisch mit dem realen Autor gleichgesetzt werden."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-materialgestuetzt-m1",
      "questions": [
        {
          "id": "de-material-textsorten",
          "prompt": "Welche zwei Grundformen des materialgestützten Schreibens gibt es?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Lyrisch und dramatisch"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Informierend und argumentierend"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Kurz und lang"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Fiktional und autobiografisch"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Du verfasst entweder einen neutral informierenden Text oder einen positionierten argumentierenden Text wie Kommentar, Essay oder Rede."
        },
        {
          "id": "de-material-integration-m1",
          "prompt": "Wie integrierst du Informationen aus den Materialien?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Du paraphrasierst sie und belegst die Quelle, zum Beispiel mit „vgl. M1“."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Du übernimmst sie wortwörtlich ohne Kennzeichnung."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Du erwähnst die Materialien nur in der Einleitung."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Du ersetzt sie vollständig durch Allgemeinwissen."
            }
          ],
          "correctOptionId": "a",
          "explanation": "Materialinformationen werden in eigenen Worten verarbeitet und mit einem Materialverweis nachvollziehbar belegt."
        },
        {
          "id": "de-material-adressat",
          "prompt": "Warum musst du den Adressaten berücksichtigen?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Damit du auf Quellenangaben verzichten kannst"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Damit Sprache, Beispiele und Textsorte zur Zielgruppe passen"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Damit jeder Text wie ein Fachartikel klingt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Damit du unabhängig von der Aufgabe deine Meinung schreibst"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Adressat und Schreibsituation bestimmen Auswahl, Ton und Erklärungstiefe des Zieltextes."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-operatoren-uebersicht",
      "questions": [
        {
          "id": "de-ops-afb",
          "prompt": "Wozu dienen Operatoren in der Deutsch-Klausur?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Nur zur Dekoration der Aufgabenstellung"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Sie legen fest, was du tun sollst (z. B. analysieren, erörtern) und welchen AFB du bedienst"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Sie ersetzen Textbelege und Zitate"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Sie sind nur für die mündliche Prüfung relevant"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Operatoren steuern die geforderte Leistung — ohne den richtigen Operator verfehlt die Antwort die Aufgabe."
        },
        {
          "id": "de-ops-wahl",
          "prompt": "Was machst du zuerst, wenn die Aufgabe mehrere Operatoren kombiniert?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Nur den letzten Operator bearbeiten"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Jeden Operatorteil getrennt bedienen und im Aufbau sichtbar machen"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Nur Inhalt nacherzählen"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Die Operatoren ignorieren und frei schreiben"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Kombinierte Aufgaben (z. B. analysieren + erörtern) brauchen beide Schritte — klar getrennt und belegt."
        },
        {
          "id": "de-ops-fehler",
          "prompt": "Welcher Fehler kostet typischerweise Punkte?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Operator lesen und Textbelege setzen"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Einen anderen Operator bedienen als gefordert (z. B. Meinung statt Analyse)"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "AFB-Anforderungen im Blick behalten"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Fachbegriffe korrekt verwenden"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Falscher Operator = falsche Leistung, auch bei gutem Inhalt."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-benennen",
      "questions": [
        {
          "id": "de-benennen-kern",
          "prompt": "Was verlangt der Operator „(be)nennen“?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Eine lange Analyse mit Stilmitteln und Wirkung"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Sachverhalte knapp und genau angeben, ohne sie zu erklären oder zu erörtern"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Eine persönliche Meinung begründen"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Den Text vollständig nacherzählen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Beim Nennen greifst du die verlangten Informationen gezielt heraus und gibst sie kurz und klar an. Erklären, deuten oder werten gehört nicht dazu."
        },
        {
          "id": "de-benennen-umfang",
          "prompt": "Wie umfangreich soll die Antwort bei „nennen“ sein?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Kurz, aber vollständig: alle geforderten Punkte in knappen Sätzen"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Immer ein ganzer Aufsatz"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Nur ein Wort, auch wenn die Aufgabe mehrere Aspekte verlangt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Jeder Punkt mit ausführlicher Begründung"
            }
          ],
          "correctOptionId": "a",
          "explanation": "Alles Geforderte, nichts Überflüssiges. In Abituraufgaben wird auch hier ein zusammenhängender Text erwartet, also knappe ganze Sätze statt Stichpunkte."
        },
        {
          "id": "de-benennen-fehler",
          "prompt": "Was solltest du vermeiden?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Die geforderten Aspekte der Reihe nach angeben"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Ungefragt eine volle Interpretation oder Erörterung schreiben"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Bei Textbezug Zeilen nennen, wenn sinnvoll"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Klar und fachlich formulieren"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Wer mehr tut, als der Operator verlangt, verliert Zeit, die bei den schwer gewichteten Teilaufgaben fehlt."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-kleist-krug",
      "questionCount": 10,
      "questions": [
        {
          "id": "de-kleist-adam",
          "prompt": "Adam sagt im 1. Auftritt: „Gestrauchelt bin ich hier; denn jeder trägt / Den leid'gen Stein zum Anstoß in sich selbst.“ Was fällt daran auf?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Adam beschreibt nur genau, wie er gestürzt ist."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Der Satz ist doppeldeutig: Adam meint den Sturz und verrät zugleich seine Schuld."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Adam gibt Licht gegenüber offen die Tat zu."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Der Satz zeigt, dass Licht der Täter ist."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Adam will harmlos klingen. Das Publikum hört aber schon die Schuld mit. So ist der ganze Fall in der ersten Rede angelegt."
        },
        {
          "id": "de-kleist-krug-symbol",
          "prompt": "Was gehört in einen guten Analyseabsatz?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Möglichst viel Handlung, damit nichts fehlt"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Eine Beobachtung, ein kurzes Zitat, was es bewirkt und der Bogen zum ganzen Stück"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Ein langes Zitat, das für sich spricht"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Alle Fachbegriffe, die zum Stück passen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Ein Zitat ohne Wirkung bringt kaum Punkte. Erst der Satz, was es zeigt, macht daraus eine Deutung."
        },
        {
          "id": "de-kleist-variant",
          "prompt": "Warum musst du den 12. Auftritt in beiden Fassungen kennen?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Weil eine Fassung das Stück ins 20. Jahrhundert verlegt"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Die Variant gibt Eve mehr Raum und zeigt den Preis ihres Sprechens"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Weil nur die gekürzte Fassung zum Pflichtstoff gehört"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Weil Walter in der Variant fehlt"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Adam ist im 12. Auftritt schon geflohen. Die gekürzte Fassung kommt schnell zur Aufklärung, in der Variant schildert Eve ihre Lage ausführlich, und ihr Dilemma wird sichtbar."
        },
        {
          "id": "de-kleist-taeter",
          "prompt": "Wer war in der Nacht bei Eve und hat den Krug zerbrochen?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Ruprecht, Eves Verlobter"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Dorfrichter Adam, der den Fall selbst verhandeln muss"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Der Schreiber Licht"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Gerichtsrat Walter"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Der Richter verhandelt seine eigene Tat. Ruprecht hat ihn in der Nacht überrascht, aber nicht erkannt. Darauf läuft fast jede Deutung hinaus."
        },
        {
          "id": "de-kleist-walter",
          "prompt": "Warum ist ausgerechnet dieser Gerichtstag für Adam so gefährlich?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Gerichtsrat Walter aus Utrecht prüft an diesem Tag das Dorfgericht"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Marthe hat einen Anwalt mitgebracht"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Licht hat Adam schon angezeigt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Eve will heute heiraten"
            }
          ],
          "correctOptionId": "a",
          "explanation": "Mit Walter sitzt ein Prüfer von außen im Raum. Adam muss den Fall verhandeln und zugleich verbergen, dass er selbst der Täter ist."
        },
        {
          "id": "de-kleist-beweise",
          "prompt": "Womit kann Adam die Wahrheit nicht mehr wegreden?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Mit einem Geständnis Ruprechts"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Mit einem Brief aus Utrecht"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Frau Brigitte bringt seine Perücke und die Spuren im Schnee vor"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Mit einer Aussage Walters"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Im 11. Auftritt dreht sich das Verfahren gegen den Richter. Beweise, die er nicht wegreden kann, kommen von außen."
        },
        {
          "id": "de-kleist-marthe",
          "prompt": "Was ist der Krug für Frau Marthe (7. Auftritt)?",
          "options": [
            {
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              "text": "Ein wertloses Stück Geschirr"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Mehr als Geschirr: Auf ihm war die Übergabe der Niederlande gemalt, er steht für Besitz, Ehre und Geschichte"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Ein Geschenk von Adam"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Ein Beweisstück, das Walter mitbringt"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Besitz, Ehre und Geschichte stecken in einem Gegenstand, der jetzt kaputt ist. Deshalb klagt Marthe so hartnäckig."
        },
        {
          "id": "de-kleist-eve-variant",
          "prompt": "Was zeigt die lange Fassung des 12. Auftritts (Variant) genauer als die gekürzte?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Dass sie Ruprecht verlassen will"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Dass Licht den Krug zerbrochen hat"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Wie Adam Eve mit der Angst um Ruprecht unter Druck gesetzt hat, und dass sie danach selbst Walter nicht mehr traut"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Dass Marthe den Krug selbst zerbrochen hat"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Beide Fassungen erzählen Adams Betrug: falscher Brief, Ostindien-Lüge, Attest. Die Variant lässt Eve ausführlich sprechen und zeigt ihr Misstrauen, bis Walter ihr zum Beweis seines Wortes einen Beutel Gulden gibt."
        },
        {
          "id": "de-kleist-schluss",
          "prompt": "Wie endet das Stück im letzten Auftritt?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Adam wird verurteilt und gesteht"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Walter bringt das Verfahren in Ordnung, Adam ist geflohen, und Marthe will ihren Krug in Utrecht weiter einklagen"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Ruprecht wird Richter"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Eve und Marthe versöhnen sich mit Adam"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Das Recht ist wiederhergestellt, das Vertrauen nicht. Dieser offene Rest ist ein guter Schluss für eine Erörterung zur Justiz."
        },
        {
          "id": "de-kleist-analytisch",
          "prompt": "Die Tat ist vor Beginn des Stücks schon passiert, gezeigt wird ihre Aufklärung. Wie heißt diese Bauform?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Analytisches Drama"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Episches Theater"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Stationendrama"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Offene Form"
            }
          ],
          "correctOptionId": "a",
          "explanation": "Analytisches Drama: Die Spannung liegt nicht darin, was passiert, sondern wie die Wahrheit ans Licht kommt, hier gegen den Richter."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-erpenbeck-heimsuchung",
      "questionCount": 10,
      "questions": [
        {
          "id": "de-heim-title",
          "prompt": "Was meint der Titel „Heimsuchung“ im Roman vor allem?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Nur eine gemütliche Heimkehr ans Seegrundstück"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Heimat suchen und zugleich heimgesucht werden (Unrecht, Vertreibung, Erinnerung)"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Ausschließlich eine Geistergeschichte ohne Geschichte"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Einen Krimi um einen gestohlenen Steg"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Der Titel trägt beides: Suche nach Heimat und das Heimgesucht-Werden durch Gewalt und Besitzgeschichte."
        },
        {
          "id": "de-heim-gaertner",
          "prompt": "Ein Übungstext im Stil der Gärtner-Kapitel zählt nur Arbeiten auf. Dazwischen steht ein einzelner Satz: „Die Herrschaften aus der Stadt kommen in diesem Jahr nicht mehr.“ (Der Satz ist für die Übung ausgedacht, er steht so nicht im Roman.) Was machst du mit ihm?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Überspringen, er gehört nicht zur Gartenarbeit"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Genau erklären, warum die Herrschaften nicht kommen, auch wenn der Text es nicht sagt"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Zeigen, dass gerade die fehlende Begründung den Verlust auffallen lässt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Daraus schließen, dass der Gärtner die Herrschaften vertrieben hat"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Der Satz fällt aus der Reihe, und der Grund fehlt. Diese Leerstelle ist die Aussage: Das große Geschehen steht nur am Rand."
        },
        {
          "id": "de-heim-prolog",
          "prompt": "Welche Funktion hat der Prolog mit der Eiszeit typischerweise?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er erklärt die Biografie des Gärtners"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er macht Besitz von Anfang an vorläufig: der Ort ist älter als jeder Anspruch"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er erzählt die Wende von 1989 chronologisch"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er ersetzt die Bewohner-Kapitel"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Wer den Prolog zitiert, kann Eigentum als etwas Vorläufiges deuten, nicht als Naturrecht."
        },
        {
          "id": "de-heim-figuren",
          "prompt": "Die meisten Figuren heißen „der Architekt“, „das Mädchen“, „die Schriftstellerin“. Was zeigst du damit?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Erpenbeck hat die Namen vergessen"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Die Figuren treten über ihre Rolle am Ort auf. Im Mittelpunkt steht der Ort, die Menschen wechseln"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Alle Kapitel erzählen dieselbe Person"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Die Figuren sind erfunden, der Rest ist ein Sachbuch"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Der Gärtner ist länger da als jede einzelne Bewohnerfigur, verschwindet aber in Kapitel 21, bevor die unberechtigte Eigenbesitzerin das Haus räumt. Über die Rollen zeigt der Roman, wie die Geschichte die Menschen an diesem Ort austauscht."
        },
        {
          "id": "de-heim-architekt",
          "prompt": "Wie kommt der Architekt an das Ufergrundstück der jüdischen Nachbarn?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Sie schenken es ihm zum Abschied"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er erbt es nach dem Krieg"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er kauft es ihnen billig ab, als sie auswandern wollen"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Die DDR teilt es ihm zu"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Gewinn und Vertreibung liegen direkt nebeneinander. Achte darauf, wie sachlich der Kauf erzählt wird und was dabei nicht ausgesprochen wird."
        },
        {
          "id": "de-heim-schrank",
          "prompt": "Bei Kriegsende versteckt sich die Frau des Architekten im Wandschrank. Vor wem?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Vor den Soldaten der Roten Armee, die ins Haus kommen"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Vor dem Gärtner"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Vor der Schriftstellerin"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Vor den alten Eigentümern nach der Wende"
            }
          ],
          "correctOptionId": "a",
          "explanation": "Gewalt kommt in dasselbe Haus, nur von einer anderen Seite. Der Schrank ist eines der Bilder, die im Roman wiederkehren."
        },
        {
          "id": "de-heim-gaertner-funktion",
          "prompt": "Welche Funktion haben die Gärtner-Kapitel zwischen den Geschichten der Bewohner?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Sie erzählen die Biografie des Gärtners von der Geburt an"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Sie zeigen immer dieselben Arbeiten, gleich unter welchem Staat: Der Alltag läuft weiter, während die Geschichte die Menschen austauscht"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Sie erklären, wer im Recht ist"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Sie sind Pausen ohne Bedeutung"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Die Wiederholung macht den Kreislauf der Arbeit sichtbar, und gerade vor diesem gleichmäßigen Hintergrund fallen Verlust und Wechsel auf."
        },
        {
          "id": "de-heim-reihenfolge",
          "prompt": "In welcher Reihenfolge passieren die Ereignisse am See?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Abriss des Hauses, Architekt baut, Kriegsende, DDR"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Architekt baut das Haus, Kriegsende mit Soldaten der Roten Armee, Schriftstellerin zieht in der DDR ein, nach der Wende Ansprüche alter Eigentümer, Abriss"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Schriftstellerin baut das Haus, Architekt zieht in der DDR ein, Abriss, Kriegsende"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Nach der Wende baut der Architekt, danach Kriegsende"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "So liegen die Ereignisse in der Zeit. Die Kapitel springen aber: Das Kapitel des Architekten spielt Anfang der 1950er, vor dem Kapitel über die jüdische Familie in den 1930ern. Ordne einen Auszug deshalb nach seiner Zeit ein, nicht nach seiner Stelle im Buch."
        },
        {
          "id": "de-heim-nacherzaehlen",
          "prompt": "Du sollst einen Auszug analysieren. Was gehört nicht in deinen Text?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Die Einordnung, in welchem Kapitel der Auszug steht"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Ein kurzes Zitat mit Wirkung"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Das ganze Jahrhundert der Reihe nach nacherzählt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Der Bogen vom Auszug zum ganzen Roman"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Der Auszug ist die Aufgabe. Einordnen, beobachten, zitieren, Wirkung nennen, und erst am Ende kurz der Bogen zum Roman."
        },
        {
          "id": "de-heim-erlebte-rede",
          "prompt": "Die Gedanken einer Figur stehen in der dritten Person, ohne „sie dachte“. Wie heißt das?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Innerer Monolog"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Erlebte Rede"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Botenbericht"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Leerstelle"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Erlebte Rede: dritte Person und Vergangenheit, aber aus der Sicht der Figur. Der innere Monolog steht dagegen in der Ich-Form und meist im Präsens."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-literatur-1800-romantik",
      "questions": [
        {
          "id": "de-1800-konjunktiv",
          "prompt": "In Eichendorffs „Mondnacht“ heißt es: „Es war, als hätt’ der Himmel / Die Erde still geküßt“. Was zeigt das „als hätt’“?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Der Himmel hat die Erde wirklich geküsst."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Der Kuss geschieht nur „als ob“: Das Gedicht zeigt einen Wunsch, keine Wirklichkeit."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Das Gedicht spielt in der Vergangenheit, sonst nichts."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Der Dichter ist sich beim Reim unsicher."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Der Konjunktiv macht die Vereinigung von Himmel und Erde zu einer Vorstellung. Auch der Schluss „Als flöge sie nach Haus“ steht im Konjunktiv: Die Sehnsucht bleibt Sehnsucht."
        },
        {
          "id": "de-1800-klassik",
          "prompt": "Goethe schreibt 1783 in „Das Göttliche“: „Edel sey der Mensch, / Hülfreich und gut!“ und „Denn unfühlend / Ist die Natur“. Was unterscheidet das von Eichendorffs „Mondnacht“?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Nichts, beide Gedichte feiern die fühlende Natur."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Bei Goethe ist der Mensch der Maßstab des Guten und die Natur gleichgültig; bei Eichendorff scheint die Natur selbst zu fühlen und eine Heimat jenseits der Welt anzudeuten."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Goethe schreibt über die Nacht, Eichendorff über den Tag."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Goethe lehnt den Menschen ab, Eichendorff die Natur."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Am Verhältnis von Mensch und Natur kannst du Klassik und Romantik am Text unterscheiden: Humanität als Ideal bei Goethe, Natur als Seelenraum und Sehnsucht bei Eichendorff."
        },
        {
          "id": "de-1800-neuer-text",
          "prompt": "Neben einem romantischen Gedicht liegt ein Gedicht aus dem 20. Jahrhundert. Was fragst du?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Welches romantische Motiv nimmt es auf, und wo bricht es dieses Motiv?"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Ob es genauso schön ist"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Wie viele romantische Merkmale es hat"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Nichts, neuere Texte gehören nicht zum Thema"
            }
          ],
          "correctOptionId": "a",
          "explanation": "Die Vorgaben nennen ausdrücklich, wie romantische Motive später verarbeitet werden. Entscheidend ist: aufgenommen und wo gebrochen, etwa wenn bei Günter Kunert die Lebensreise auf Straßen ins Leere führt."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-inhaltsangabe",
      "questions": [
        {
          "id": "de-ia-direkte-rede",
          "prompt": "Im Text sagt eine Figur: „Ich helfe dir nicht!“ Wie steht das in deiner Inhaltsangabe?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Sie ruft: „Ich helfe dir nicht!“"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Sie weigert sich, ihm zu helfen."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Sie weigerte sich, ihm zu helfen."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Leider will sie ihm nicht helfen."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Keine direkte Rede und keine Zitate: Du fasst die Äußerung im Präsens mit einem Verb zusammen (oder im Konjunktiv: Sie sagt, sie helfe ihm nicht). „Weigerte“ ist Präteritum, „leider“ ist eine Wertung."
        },
        {
          "id": "de-ia-tempus",
          "prompt": "In welchem Tempus schreibst du die Inhaltsangabe typischerweise?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Präteritum durchgängig wie ein Roman"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Präsens (ggf. mit klaren Zeitbezügen)"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Futur I"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Beliebig gemischt ohne System"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Die Inhaltsangabe steht im Präsens. Was vorher geschehen ist, steht im Perfekt: Nachdem er die Stelle verloren hat, zieht er zu seiner Schwester."
        },
        {
          "id": "de-ia-kant",
          "prompt": "Kant schreibt 1784: „Es ist so bequem, unmündig zu sein.“ Welcher Satz passt in eine Inhaltsangabe?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Kant sagt: „Es ist so bequem, unmündig zu sein.“"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Kant meint zu Recht, Unmündigkeit sei bequem."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Kant schreibt, Unmündigkeit sei bequem."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Kant schrieb, Unmündigkeit war bequem."
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Präsens im Begleitsatz, Konjunktiv für Kants Aussage, kein Zitat und keine Wertung. „Zu Recht“ ist deine Meinung, „schrieb … war“ steht im Präteritum und im Indikativ."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-politische-sprache",
      "questions": [
        {
          "id": "de-pol-strategie",
          "prompt": "Woran erkennst du, dass ein Text eher auf Strategie als auf Verständigung angelegt ist?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er nennt Gegenargumente und prüft sie ernsthaft."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er wertet Gegner ab, statt sie zu widerlegen, und setzt Gefühle an die Stelle von Belegen."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er erklärt seine Begriffe, bevor er sie benutzt."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er ist in der Zeitung erschienen."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Strategisch heißt: auf Wirkung und Erfolg angelegt (Habermas). Wer abwertet statt widerlegt und Angst oder Stolz statt Gründe einsetzt, will gewinnen, nicht gemeinsam klären. In echten Texten kommt meist beides vor."
        },
        {
          "id": "de-pol-framing",
          "prompt": "Elisabeth Wehling nennt das Wort „Steuerlast“ als Beispiel für Framing. Was macht das Wort?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Es beschreibt Steuern neutral, ohne Wertung."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Es lässt Steuern als Gewicht erscheinen, das einen erdrückt, und legt so eine Ablehnung nahe."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Es ist ein Fachbegriff aus dem Steuerrecht ohne Wirkung."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Es lobt Steuern als Beitrag zum Gemeinwesen."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Ein Frame ist ein Deutungsrahmen: „Last“ ruft das Bild einer schweren Bürde auf. Wer „Steuerbeitrag“ sagt, rahmt dieselbe Sache als Beitrag. Das Wort entscheidet mit, wie wir die Sache sehen."
        },
        {
          "id": "de-pol-wirkung",
          "prompt": "Otto Wels sagte 1933 im Reichstag: „Kein Ermächtigungsgesetz gibt Ihnen die Macht, Ideen, die ewig und unzerstörbar sind, zu vernichten.“ Welcher Analysesatz ist am besten?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Wels benutzt viele Stilmittel."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Wels hat recht, und die Nationalsozialisten hatten unrecht."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Wels greift den Namen des Gesetzes auf und kehrt das Wort „Macht“ gegen die, die es beschließen: Ihre Macht reicht nicht an Ideen heran."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "In dem Satz kommt das Wort „Ideen“ vor."
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Ein guter Analysesatz verbindet Beobachtung, Zitat und Wirkung. Eine Meinung zum Thema oder eine bloße Liste von Mitteln ist noch keine Analyse."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-faust",
      "questions": [
        {
          "id": "de-faust-wette",
          "prompt": "Worauf wettet Faust im Studierzimmer mit Mephisto?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Dass Mephisto Gretchen nicht verführen kann"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Sagt er je zu einem Augenblick „Verweile doch! du bist so schön!“, hat Mephisto gewonnen"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Dass er mit Magie den Erdgeist bezwingt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Dass der Herr ihn vom rechten Weg abbringt"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Faust bietet die Wette selbst an (V. 1698 bis 1702): Mephisto gewinnt nur, wenn Faust zufrieden wird. Die andere Wette steht im Prolog: Dort wettet Mephisto mit dem Herrn."
        },
        {
          "id": "de-faust-gretchenfrage",
          "prompt": "Gretchen fragt: „Nun sag, wie hast du's mit der Religion?“ Wie antwortet Faust?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Mit einem klaren Bekenntnis zur Kirche"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er gibt zu, dass er nicht an Gott glaubt"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er weicht aus: „Gefühl ist alles; / Name ist Schall und Rauch“"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er schickt Mephisto vor, um zu antworten"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "In „Marthens Garten“ (V. 3415 bis 3458) redet Faust lang über Gefühl und nennt Gott nur einen Namen unter vielen. Ein klares Ja oder Nein gibt er nicht."
        },
        {
          "id": "de-faust-kerker",
          "prompt": "Mephisto ruft im Kerker: „Sie ist gerichtet!“ Was antwortet die Stimme von oben?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "„Ist gerettet!“"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "„Sie ist verloren!“"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "„Verweile doch!“"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "„Heinrich! Heinrich!“"
            }
          ],
          "correctOptionId": "a",
          "explanation": "„Ist gerettet!“ (V. 4611): Gretchen lehnt die Flucht ab und übergibt sich Gottes Gericht. „Verweile doch!“ gehört zu Fausts Wette, nicht in den Kerker."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-kafka-prozess",
      "questions": [
        {
          "id": "de-prozess-anfang",
          "prompt": "„Jemand mußte Josef K. verleumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.“ Was leistet dieser Satz?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er nennt die Tat und den Täter."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er klingt wie eine Begründung, nennt aber weder den „Jemand“ noch eine Tat."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er beweist, dass K. unschuldig ist."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er beschreibt das Gericht."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "„mußte“ und „denn“ klingen nach Begründung, eine Begründung kommt aber nie. So beginnt ein Verfahren ohne Tat."
        },
        {
          "id": "de-prozess-k",
          "prompt": "Woran zeigt der Roman, dass K. nicht nur Opfer ist?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er leitet selbst das Gericht."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er gesteht am Ende eine Tat."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er küsst Fräulein Bürstner zudringlich, und als die Wächter seinetwegen geprügelt werden, sorgt er sich vor allem darum, nicht aufzufallen."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er flieht ins Ausland."
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Kapitel 1 und „Der Prügler“: K. will den Prügler zwar bestechen, wirft aber die Tür zu, sobald Diener kommen. Ob darin seine Schuld liegt, lässt der Roman offen."
        },
        {
          "id": "de-prozess-tuerhueter",
          "prompt": "Was sagt der Türhüter am Ende der Legende „Vor dem Gesetz“ zum sterbenden Mann vom Lande?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Dass er nun eintreten darf"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Dass dieser Eingang nur für ihn bestimmt war und er ihn jetzt schließt"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Dass er freigesprochen ist"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Dass hinter der Tür nichts ist"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "„dieser Eingang war nur für dich bestimmt. Ich gehe jetzt und schließe ihn“ (Kapitel „Im Dom“). Was das bedeutet, bleibt im Roman umstritten."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-expressionismus",
      "questions": [
        {
          "id": "de-expr-reihung",
          "prompt": "In „Weltende“ stehen Hut, Geschrei, Dachdecker und Flut ohne Übergang nebeneinander. Wie heißt das, und was bewirkt es?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Reim: Der Text klingt schön."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Reihungsstil: Die Bilder wirken gleichzeitig und ohne Zusammenhang, die Welt zerfällt."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Metapher: Alles meint etwas anderes."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Erlebte Rede: Man hört die Gedanken einer Figur."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Beim Reihungsstil stehen Bilder unverbunden nebeneinander, oft eines pro Vers. Nicht nur benennen, sondern sagen, was es bewirkt: Gleichzeitigkeit, Chaos, fehlender Zusammenhang."
        },
        {
          "id": "de-expr-groteske",
          "prompt": "„Die meisten Menschen haben einen Schnupfen“ steht in „Weltende“ neben Zügen, die von den Brücken fallen. Wie deutest du das?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Als Fehler: Der Vers passt nicht ins Gedicht."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Als Groteske: Großes und Banales stehen gleichrangig, das wirkt komisch und unheimlich zugleich."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Als Hinweis auf eine Grippewelle im Jahr 1911."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Als romantische Naturbeschreibung."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Die Mischung von Katastrophe und Kleinigkeit ist Absicht. Dazu passt der Einschub „liest man“: Der Untergang kommt als Meldung an."
        },
        {
          "id": "de-expr-romantik",
          "prompt": "Woran unterscheidest du ein expressionistisches von einem romantischen Gedicht, wenn beide Nacht und Ich haben?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Am Erscheinungsjahr allein"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Das romantische Ich sucht Ferne und Einheit mit der Natur; expressionistisch wird ein Text, wenn Bilder hart aneinanderstoßen und die Stimme überreizt ist."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Am Reim: Expressionistische Gedichte reimen sich nie."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Am Titel"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Viele expressionistische Gedichte reimen sich durchaus, etwa „Weltende“. Entscheidend ist die Gestaltung: Sehnsucht und Liedton oder Zerfall und harte Bilder."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-keun",
      "questions": [
        {
          "id": "de-keun-ton",
          "prompt": "Am Opernplatz steht Hitler für Sanna „wie der Prinz Karneval“ im Auto und hebt nur die „leere Hand“. Was bewirkt dieser Vergleich?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er zeigt, dass Sanna den Führer bewundert."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er nimmt der Inszenierung ihre Größe: Der „Führer“ wirkt wie eine Faschingsfigur, die nichts zu verteilen hat."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er beschreibt einen echten Karnevalsumzug in Frankfurt."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er hat keine Wirkung, Sanna erzählt nur nebenbei."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Der harmlose Vergleich macht den Führerkult lächerlich, ohne dass Sanna ihn offen kritisiert. So arbeitet die naiv-satirische Erzählweise."
        },
        {
          "id": "de-keun-denunziation",
          "prompt": "Was ist Sanna bei ihrer Tante in Köln passiert?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Sie hat dort eine Stelle als Sekretärin verloren."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Ihre Tante Adelheid hat sie wegen einer spöttischen Bemerkung über Göring und Hitler angezeigt."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Franz hat sie verlassen."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Ihr Halbbruder Algin wurde verhaftet."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Die Denunziation kommt aus der eigenen Familie. Sanna wird verhört und wieder freigelassen. Davon erzählt sie in Rückblenden."
        },
        {
          "id": "de-keun-heini",
          "prompt": "Was geschieht auf Liskas Fest kurz vor dem Schluss des Romans?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Algin liest ein Gedicht für den Führer vor."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Franz wird verhaftet."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Heini, der schärfste Kritiker des Regimes, tötet sich vor allen Gästen."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Gerti heiratet Kurt Pielmann."
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Danach beschreibt Sanna die Gesellschaft mit dem Satz „Wir leben nicht, wir sind gemalt.“ Nach Mitternacht verlässt sie mit Franz Deutschland."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-dschinns",
      "questions": [
        {
          "id": "de-dsch-duform",
          "prompt": "Wie sind die Kapitel über Hüseyin und Emine erzählt?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Hüseyin und Emine erzählen selbst in der Ich-Form"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Eine Erzählstimme spricht sie mit „du“ an; man liest sie als eine Art Dschinn"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Als Briefe der Kinder an die Eltern"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Genau wie die Kapitel der Kinder, in der Er- und Sie-Form"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Die Eltern-Kapitel rahmen den Roman und sind in der Du-Form erzählt. Am Ende des ersten Kapitels sagt die Stimme: „dieser Schatten, das bin nur ich“. Die Kapitel der Kinder stehen in der Er- und Sie-Form."
        },
        {
          "id": "de-dsch-vergleich",
          "prompt": "Was ist ein guter Vergleich von „Dschinns“ und „Mittagsstunde“?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Zwei Inhaltsangaben nacheinander"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Ein Gesichtspunkt, zum Beispiel Sprache als Zeichen von Herkunft, mit einer Stelle aus jedem Werk"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Ein Urteil, welches Werk schöner ist"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Nur die Handlung des Films"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Im Roman ist Kurdisch verschwiegen, im Film ist Platt die Sprache des Dorfes. So ein Gesichtspunkt trägt den Vergleich, mit je einem Beleg."
        },
        {
          "id": "de-dsch-film",
          "prompt": "Womit belegst du eine Aussage über „Mittagsstunde“?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Nur mit dem, was gesagt wird"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Mit Szene und Zeitebene, dazu Bild, Ton, Musik und Untertitel der niederdeutschen Fassung"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Mit Stellen aus Dörte Hansens Roman"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Mit der Biografie des Regisseurs"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Verbindlich ist der Film in der niederdeutschen Tonfassung mit hochdeutschen Untertiteln. Belege, was du siehst und hörst, nicht was im Buch von Dörte Hansen steht."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-tieck-runenberg",
      "questions": [
        {
          "id": "de-runen-herkunft",
          "prompt": "Woher kommt Christian, bevor er im Gebirge Jäger wird?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Aus dem Dorf, in dem er später Elisabeth heiratet"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Aus einer Ebene, in der sein Vater Gärtner im Schloss ist"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Aus einer Bergmannsfamilie am Runenberg"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Aus einer Stadt am Meer, wo er Seemann war"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Christian verlässt das Elternhaus in der Ebene, weil ihm die Gartenarbeit des Vaters zuwider ist. Ins Dorf zu Elisabeth kommt er erst nach der Nacht auf dem Berg."
        },
        {
          "id": "de-runen-alter",
          "prompt": "Wer ist „der Alte“, der Christian vor dem Gold warnt („Laß das Gold“)?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Der Fremde, der ihm am Anfang den Runenberg zeigt"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Christians Vater, der Gärtner"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Der alte Förster, bei dem er die Jagd lernt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Elisabeths Vater, der Pächter"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "„Der Alte“ ist Christians Vater. Er zieht nach dem Tod der Mutter ins Dorf und warnt vor Gold und Gebirge. Die lockende Figur am Anfang heißt „der Fremde“."
        },
        {
          "id": "de-runen-deutung",
          "prompt": "Am Ende hält Christian Kiesel für Juwelen. Welche Deutung hält sich an den Text?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er ist eindeutig wahnsinnig, die Gegenwelt gab es nie"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er hat eindeutig eine echte Zauberwelt erlebt"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Beides bleibt offen: Die Kiesel sprechen für Wahn, die wiedergefundene Tafel und das Waldweib für eine echte Gegenwelt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er lügt Elisabeth an, um sie zu täuschen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Der Text entscheidet nicht. Eine gute Deutung zeigt beide Lesarten am Text, statt eine zur Tatsache zu machen."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-hoffmann-falun",
      "questions": [
        {
          "id": "de-falun-almandin",
          "prompt": "Warum steigt Elis am Hochzeitsmorgen noch einmal in die Grube?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er muss eine Schicht für Pehrson Dahlsjö übernehmen"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er will Ulla einen Almandin als Hochzeitsgabe holen"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er flieht vor der Hochzeit mit Ulla"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Torbern hat ihn zur Arbeit gerufen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Elis sagt Ulla, unten liege ein Almandin, „auf den unsere Lebenstafel eingegraben“ sei. Den wolle er ihr schenken. Ein Bergfall verschüttet ihn."
        },
        {
          "id": "de-falun-torbern",
          "prompt": "Wer ist Torbern?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Ullas Vater und Besitzer der Grube"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Ein Kaufmann aus Göteborg, der um Ulla wirbt"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Ein Bergmann aus der Sage, der beim Bergsturz von 1687 verschwand und seitdem junge Leute zum Bergbau lockt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Elis' verstorbener Vater, der Steuermann"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Der Obersteiger erzählt die Sage: Torbern machte Faluns Bergbau groß und verschwand beim Bergsturz am Johannistag 1687. Er schickt Elis nach Falun und erscheint ihm in der Grube."
        },
        {
          "id": "de-falun-vergleich",
          "prompt": "Worin unterscheiden sich Christian im Runenberg und Elis am Ende?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Gar nicht, beide sterben in der Grube"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Christian geht zum Waldweib in den Wald und wird nicht wieder gesehen, Elis wird verschüttet und nach etwa fünfzig Jahren gefunden"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Elis kehrt mit Kieseln zurück, Christian stirbt am Hochzeitstag"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Beide heiraten am Ende ihre Braut"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Dieselbe Spaltung zwischen oben und unten, ein anderes Ende. Bei Hoffmann erkennt die alte Ulla den unverwesten Leichnam und stirbt bei ihm."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-tieck-ueberfluss",
      "questions": [
        {
          "id": "de-ueber-treppe",
          "prompt": "Wie kommen Heinrich und Clara im harten Winter an Brennholz?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Christine bringt ihnen Kohle aus dem Keller"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Heinrich verheizt erst das eichene Geländer, dann mit Christines Hilfe jede zweite Stufe und schließlich den Rest der Treppe"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Sie verbrennen die Möbel des Hauswirts"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Andreas Vandelmeer schickt ihnen Holz"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Heinrich nennt das Geländer eine von „des Lebens ganz unnützen Überflüssigkeiten“. Clara heizt mit den Stufen, ohne es zu wissen, bis sie die leere Treppe entdeckt. Verheizt wird Holz, keine Kohle."
        },
        {
          "id": "de-ueber-ironie",
          "prompt": "Clara nennt Heinrichs geistreiche Reden einmal „der wahre Humor der Ängstlichkeit“. Was zeigt das über die Ironie der Novelle?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Die Ironie trifft nur den geizigen Hauswirt"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Die Ironie trifft auch das Paar selbst: Hinter dem Witz steckt Angst"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Clara verachtet ihren Mann"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Die Novelle ist eine reine Satire ohne Mitgefühl"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Die Novelle verspottet den Philister Emmerich, zeigt aber auch die heitere Weltflucht des Paares ironisch. Gerettet werden die beiden durch Geld, nicht durch Poesie."
        },
        {
          "id": "de-ueber-rettung",
          "prompt": "Wodurch findet Andreas Vandelmeer seinen Freund Heinrich wieder?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Durch eine Anzeige in der Zeitung"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Durch Claras Vater, der ihn beauftragt"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Durch den verkauften Chaucer, in dem ein Blatt mit Heinrichs Adresse steckt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Durch die Polizei, die ihn verhaften will"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Andreas entdeckt das Buch in London. Er sagt, dies Buch sei „die Treppe, die uns wieder zu einander geführt hat“."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-sibirien",
      "questions": [
        {
          "id": "de-sib-erzaehler",
          "prompt": "Wer erzählt in „Sibirien“ die Familiengeschichte?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Die Großmutter selbst, die aus Sibirien zurückkam"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Ein Ich, das weitergibt, was sein Vater erzählt („sagt mein Vater“)"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Ein allwissender Erzähler, der alle Figuren kennt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Der Großvater in seinen Briefen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Fast alles steht in indirekter Rede. Das Ich war nicht dabei und kommentiert nichts. Ob das Ich eine Tochter oder ein Sohn ist, sagt der Text nicht."
        },
        {
          "id": "de-sib-aspekt",
          "prompt": "Welche Frage führt bei „Sibirien“ am weitesten?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Wie lebten Gefangene in Sibirien wirklich?"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "In welchem Jahr kam die Großmutter zurück?"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Wer erinnert sich hier, was wird dabei gewertet, und was bleibt im Schatten?"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Wie hieß die Freundin des Großvaters?"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Der Text erzählt nicht, wie es war, sondern wie eine Familie sich erinnert. Der Vater lobt die Mutter, doch die Briefe, der Großvater und die Freundin bleiben im Schatten. Ein Jahr nennt der Text nicht."
        },
        {
          "id": "de-sib-heim",
          "prompt": "Was unterscheidet „Sibirien“ von Erpenbecks Roman „Heimsuchung“?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Nichts, „Sibirien“ ist ein Kapitel aus dem Roman"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "„Sibirien“ ist eine kurze Erzählung, in der ein Ich die Rede des Vaters weitergibt; „Heimsuchung“ ist ein Roman um einen Ort mit vielen Figuren und wechselnden Perspektiven"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "„Sibirien“ spielt am märkischen See, „Heimsuchung“ in Sibirien"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "„Heimsuchung“ wird chronologisch erzählt, „Sibirien“ nicht"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Zwei eigene Werke. Gemeinsam ist ihnen das Misstrauen gegen die glatte Chronik: Beide erzählen nicht der Reihe nach."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-hein-landnahme",
      "questions": [
        {
          "id": "de-land-form",
          "prompt": "Wer erzählt in „Landnahme“?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Bernhard Haber selbst, in der Ich-Form"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Fünf Ich-Erzähler aus Guldenberg nacheinander; Bernhard erzählt kein Kapitel"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Ein allwissender Erzähler, der alles erklärt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Bernhards Vater in Briefen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Thomas Nicolas, Marion Demutz, Peter Koller, Katharina Hollenbach und Sigurd Kitzerow erzählen nacheinander von Bernhard. Er selbst kommt nicht als Erzähler vor. Prüf deshalb bei jeder Stelle, wer spricht und mit welchem Interesse."
        },
        {
          "id": "de-land-ankunft",
          "prompt": "Wann und woher kommt Bernhard Haber nach Guldenberg?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "1945, direkt nach Kriegsende, aus Ostpreußen"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "1950, als Zehnjähriger mit seinen Eltern aus Breslau"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "1961, kurz vor dem Mauerbau, aus West-Berlin"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Nach der Wende, als Unternehmer aus dem Westen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Die Familie kommt 1950 aus Breslau, das inzwischen polnisch ist. Bernhard ist zehn. Der Vater ist Tischler, aber bei dem Fremden bestellt in Guldenberg niemand Möbel."
        },
        {
          "id": "de-land-rahmen",
          "prompt": "Womit beginnt und endet der Roman?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Mit dem Brand der Tischlerei"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Mit Bernhards Gefängnisstrafe"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Mit dem Straßenkarneval, bei dem Bernhard als angesehener Bürger auf der Rathaustreppe steht"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Mit der Ankunft am Bahnhof von Guldenberg"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Der Karneval rahmt die fünf Erzählungen. Am Ende sagt Bernhard zu seinem Sohn, der sich mit Ausländern geprügelt hat: „Dein Großvater war auch ein Vertriebener.“"
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-maria-stuart",
      "questions": [
        {
          "id": "de-maria-begegnung",
          "prompt": "Was stimmt über die Begegnung der Königinnen im III. Aufzug?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Sie fand historisch genau so statt"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Schiller hat sie erfunden; aus der Staatsfrage wird eine persönliche Kränkung"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Leicester verhindert sie"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Sie steht im ersten Aufzug"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Maria und Elisabeth haben sich nie getroffen. Im IV. Aufzug nimmt Elisabeth Marias Wort „Bastard“ wieder auf, bevor sie unterschreibt."
        },
        {
          "id": "de-maria-beleidigung",
          "prompt": "Womit beginnt in III,4 der Umschlag von Marias Bitte in den Angriff?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Maria beleidigt Elisabeth ohne Anlass"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Elisabeth verspottet Maria: Keiner wolle ihr „vierter Mann“ werden, sie töte ihre Freier wie ihre Männer"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Burleigh verliest das Urteil"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Mortimer greift Elisabeth an"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Erst nach diesem Spott antwortet Maria mit „ich bin besser als mein Ruf“ und nennt Elisabeth einen „Bastard“ (III,4)."
        },
        {
          "id": "de-maria-verantwortung",
          "prompt": "Wie geht Elisabeth nach der Unterschrift mit der Verantwortung um?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Sie befiehlt Davison klar, das Urteil sofort zu vollstrecken"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Sie zerreißt das Urteil"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Sie gibt Davison das Blatt ohne klare Weisung und bestraft am Ende Davison und Burleigh"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Sie reist selbst nach Fotheringhay"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "„Ein Blatt Papier entscheidet / Noch nicht, ein Name tötet nicht.“ (IV,11). Im letzten Auftritt kommt Davison in den Tower, Burleigh wird verbannt (V,15)."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-woyzeck",
      "questions": [
        {
          "id": "de-woy-anrede",
          "prompt": "Hauptmann und Doktor sagen „Er“ zu Woyzeck, Woyzeck sagt „Sie“ und „Herr Hauptmann“. Was zeigt das?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Dass Woyzeck und der Hauptmann befreundet sind"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Das Machtgefälle: Die Vorgesetzten reden von oben herab, Woyzeck darf meist nur bestätigen"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Dass Woyzeck selbst Offizier ist"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Nichts, die Anrede ist zufällig"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Die Er-Anrede benutzten Vorgesetzte gegenüber Untergebenen. Woyzeck antwortet oft nur „Ja wohl, Herr Hauptmann.“ (H4,5)."
        },
        {
          "id": "de-woy-form",
          "prompt": "Warum nennst du beim Zitieren aus „Woyzeck“ den Szenentitel und deine Ausgabe?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Weil Büchner nur Entwürfe hinterließ und jede Leseausgabe die Szenen anders ordnet und nummeriert"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Weil das Stück fünf Akte hat"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Weil es keine Szenentitel gibt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Weil nur die Lieder zitiert werden dürfen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "a",
          "explanation": "Büchner starb 1837, bevor er das Stück ordnen konnte. Die Nummer gilt nur in deiner Ausgabe, der Titel hilft beim Finden."
        },
        {
          "id": "de-woy-tugend",
          "prompt": "Der Hauptmann wirft Woyzeck vor, er habe keine Tugend. Was antwortet Woyzeck sinngemäß?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er verspricht, tugendhafter zu werden"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er schweigt und geht"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Wäre er ein Herr mit Hut, Uhr und feiner Sprache, wäre er schon tugendhaft: Tugend muss man sich leisten können"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er sagt, der Doktor sei schuld"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "„wenn ich ein Herr wär und hätt ein Hut und eine Uhr […] ich wollt schon tugendhaft seyn“ (H4,5). Moral hängt hier am Geld."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-strafkolonie",
      "questions": [
        {
          "id": "de-straf-apparat",
          "prompt": "Die Erzählung beginnt mit „Es ist ein eigentümlicher Apparat,“. Was leistet dieser Anfang?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er entschuldigt die Folter"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er stellt die Maschine statt des Menschen in den Mittelpunkt und spricht über Gewalt wie über ein Gerät"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er macht den Reisenden zum Täter"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er erklärt das Urteil"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Der Offizier sieht die Maschine „bewundernd“ an. Der nüchterne Ton zieht sich durch die ganze Erklärung (S. 5)."
        },
        {
          "id": "de-straf-reisender",
          "prompt": "Was tut der Reisende, als der Offizier ihn um Hilfe gegen den neuen Kommandanten bittet?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er sagt zu und spricht in der Sitzung für das Verfahren"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er sagt „Nein“, will seine Ablehnung dem Kommandanten aber nur unter vier Augen sagen"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er befreit selbst den Verurteilten"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er zerstört die Maschine"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "„Ich bin ein Gegner dieses Verfahrens“ (S. 50). Den Verurteilten lässt danach der Offizier frei, nicht der Reisende."
        },
        {
          "id": "de-straf-ende",
          "prompt": "Was sieht der Reisende im Gesicht des toten Offiziers?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Den Ausdruck der Verklärung, den der Offizier beschrieben hatte"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Kein Zeichen der versprochenen Erlösung; der Blick ist „ruhig und überzeugt“"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Die Schrift „Sei gerecht!“ auf der Stirn"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Nichts, er sieht nicht hin"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "„was alle anderen in der Maschine gefunden hatten, der Offizier fand es nicht“ (S. 65). Die Maschine schreibt am Ende nicht mehr, sie sticht nur."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-hein-garten",
      "questions": [
        {
          "id": "de-garten-perspektive",
          "prompt": "Aus wessen Nähe erzählt der Roman?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Aus der Sicht von Oliver, in der Ich-Form"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Nah an den Eltern Richard und Friederike; Oliver erscheint nur in Erinnerungen, Akten und Tagebüchern"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Aus der Sicht der Polizisten auf dem Bahnhof"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Als Gerichtsprotokoll ohne Erzähler"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Erzählt wird in der Er- und Sie-Form, ganz nah an den Eltern. Oliver spricht nie selbst; die Eltern lernen ihn erst aus seinen Tagebüchern richtig kennen."
        },
        {
          "id": "de-garten-urteil",
          "prompt": "Wie endet die Klage der Eltern im Roman?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Das Gericht stellt fest, dass die Beamten Oliver getötet haben"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Das Gericht stellt fest, dass Oliver sich selbst erschossen hat"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Das Gericht weist die Klage ab, weil sich weder Selbsttötung noch Tötung durch die Beamten beweisen lässt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Es kommt nie zu einem Prozess"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Die Frage, wie Oliver starb, bleibt offen, auch vor Gericht. Deshalb solltest du sie in der Klausur nicht selbst entscheiden."
        },
        {
          "id": "de-garten-schluss",
          "prompt": "Was tut Richard Zurek im letzten Kapitel?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er versöhnt sich mit dem Innenminister"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er widerruft in der Aula seiner alten Schule vor Schülern und Lehrern seinen Amtseid"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er zieht mit Friederike ins Ausland"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er schreibt ein Buch über Oliver"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Der frühere Direktor hat dem Staat ein Leben lang gedient. Mit dem Widerruf des Amtseids sagt er sich öffentlich von ihm los."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-sandmann",
      "questions": [
        {
          "id": "de-sand-stimme",
          "prompt": "Wie ist „Der Sandmann“ erzählt?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Von Anfang bis Ende durch einen allwissenden Erzähler"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Erst drei Briefe (Nathanael, Clara, Nathanael), dann ein Erzähler, der sich an den Leser wendet"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Als Tagebuch Claras"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Nur in Briefen bis zum Schluss"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Nathanael schreibt an Lothar, Clara antwortet, Nathanael schreibt noch einmal. Dann übernimmt ein Erzähler, der von „meinem armen Freunde“ Nathanael spricht. Wer spricht, ändert, was du glauben kannst."
        },
        {
          "id": "de-sand-olimpia",
          "prompt": "Woran sieht Nathanael, dass Olimpia keine lebendige Frau ist?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Clara schreibt es ihm in ihrem Brief"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Beim Streit von Spalanzani und Coppola sieht er ihr Wachsgesicht ohne Augen, mit schwarzen Höhlen"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Olimpia sagt es ihm auf dem Ball"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er merkt es durch das Perspektiv"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Spalanzani und Coppola zerren an der Figur. Olimpias Gesicht hat „statt ihrer schwarze Höhlen“. Vorher hatte Nathanael sie durch Coppolas Perspektiv lebendig gesehen."
        },
        {
          "id": "de-sand-ende",
          "prompt": "Warum bestätigt der Schluss Claras Erklärung nicht einfach?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Weil Clara am Ende stirbt"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Weil Nathanael zugibt, dass er sich alles eingebildet hat"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Weil der Erzähler Coppelius wirklich unten in der Menge am Turm stehen lässt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Weil Spalanzani alles aufklärt"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Clara sagt, nur der Glaube an die feindliche Macht mache sie feindlich. Am Schluss nennt aber der Erzähler selbst den Advokaten Coppelius unten auf dem Markt. Wahn oder Wirklichkeit bleibt offen."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-medea",
      "questions": [
        {
          "id": "de-medea-kinder",
          "prompt": "Wer tötet Medeas Söhne?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "In beiden Texten Medea selbst"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Bei Euripides Medea selbst, bei Wolf die Korinther, die danach Medea die Tat zuschieben"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "In beiden Texten Jason"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Bei Euripides Kreon, bei Wolf Medea"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Bei Euripides sagt Medea: „meine eignen Kinder muß / Ich töten“. Bei Wolf steinigen die Korinther die Söhne, und die Stadt erzählt danach, Medea habe sie getötet."
        },
        {
          "id": "de-medea-iphinoe",
          "prompt": "Welches Geheimnis entdeckt Medea bei Wolf in Korinth?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Jason liebt Agameda"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Kreon hat seine ältere Tochter Iphinoe töten lassen, um an der Macht zu bleiben"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Glauke hat ihre Schwester vergiftet"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Das Goldene Vlies ist gefälscht"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Medea folgt der Königin Merope und ertastet das Skelett Iphinoes. Wer das weiß, ist für den Palast gefährlich; deshalb wird Medea zum Sündenbock gemacht."
        },
        {
          "id": "de-medea-stimmen",
          "prompt": "Wie ist Wolfs „Medea. Stimmen“ gebaut?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Als Drama mit Chor wie bei Euripides"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Als Briefroman zwischen Medea und Jason"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "In elf Monologen von sechs Figuren, keine Stimme hat die ganze Wahrheit"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Mit einem allwissenden Erzähler"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Medea, Jason, Agameda, Akamas, Glauke und Leukon sprechen nacheinander. Du setzt die Geschichte aus den Stimmen zusammen und fragst, wer was weiß und wer lügt."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-rache",
      "questions": [
        {
          "id": "de-rache-achse",
          "prompt": "Wer führt die Rache aus?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "In beiden Stücken die Rächerin mit eigener Hand"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Bei Euripides Medea selbst, bei Dürrenmatt die Bürger von Güllen, bezahlt von Claire"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "In beiden Stücken der Chor"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Bei Euripides Jason, bei Dürrenmatt Claire selbst"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Medea sagt: „meine eignen Kinder muß / Ich töten“. Claire bietet „eine Milliarde für Güllen, wenn jemand Alfred Ill tötet“, und am Ende bilden die Männer der Stadt die Gasse."
        },
        {
          "id": "de-rache-schuhe",
          "prompt": "Woran merkt Ill im 2. Akt, dass Güllen schon mit seinem Tod rechnet?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Claire schreibt es in die Zeitung"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Alle kaufen auf Kredit und tragen neue gelbe Schuhe"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Der Pfarrer verkauft die Kirchenglocke"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Der Zug hält wieder in Güllen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Die Kunden lassen in Ills Laden anschreiben und tragen neue gelbe Schuhe. Bezahlen können sie nur, wenn die Milliarde kommt."
        },
        {
          "id": "de-rache-chor",
          "prompt": "Was tut der Chor bei Euripides, als Medea die Kinder tötet?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Er stürmt ins Haus und rettet einen Sohn"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Er stimmt der Tat ausdrücklich zu"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Er hört die Schreie, will eingreifen und bleibt doch draußen"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Er ist nicht auf der Bühne"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Der Chor fragt „Dring ich ins Haus hinein? Ich muß!“ und greift nicht ein. Er ist Zeuge, nicht Täter. Bei Dürrenmatt dagegen stimmt die Gemeinschaft selbst für den Tod."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-lyrik",
      "questions": [
        {
          "id": "de-lyrik-epoche",
          "prompt": "Es ist keine Epoche vorgeschrieben. Wann nennst du in der Interpretation eine Epoche?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Immer im ersten Satz, sonst fehlen Punkte"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Wenn Text oder Aufgabe sie verlangen, und dann mit zwei Beobachtungen am Text belegt"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Nie"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Nur bei romantischen Gedichten"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Eine Epoche hilft, Auffälligkeiten zu erklären. Ohne Beleg am Text ist sie nur ein Etikett."
        },
        {
          "id": "de-lyrik-goethe",
          "prompt": "In Goethes „Ein gleiches“ reimt sich „Ruh’“ auf „du“ und „Hauch“ auf „auch“. Was kannst du daraus deuten?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Nichts, Reime sind nur Schmuck."
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Der Reim bindet das Du lautlich schon an die Ruhe der Natur, bevor der Schluss es ausspricht."
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Goethe konnte keine anderen Reime finden."
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Das Gedicht ist ein Sonett."
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Form zählt nur mit ihrer Funktion: Frag immer, welche Wörter der Reim nebeneinanderstellt und was das bewirkt."
        },
        {
          "id": "de-lyrik-vergleich",
          "prompt": "Wie baust du einen Gedichtvergleich auf?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Zwei vollständige Interpretationen hintereinander"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Unter der Hinsicht der Aufgabe Punkt für Punkt Gemeinsamkeiten und Unterschiede, jeweils mit Belegen aus beiden Gedichten, und die Unterschiede erklären"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Entscheiden, welches Gedicht schöner ist"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Nur die Reimschemata gegenüberstellen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Ein Vergleich braucht eine Hinsicht und Belege aus beiden Texten. Ein Ranking gehört nicht dazu."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-weg-ni",
      "questions": [
        {
          "id": "de-weg-ni-wahl",
          "prompt": "Wie viele Aufgaben siehst du, und wie viele nimmst du?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Eine Pflichtaufgabe"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Vier zur Auswahl, du nimmst eine"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Zwei, beide schriftlich"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Sechs Module"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Eine davon gehört zum Themenfeld Sprache."
        },
        {
          "id": "de-weg-ni-hilfe",
          "prompt": "Darfst du die Pflichttexte in der Prüfung liegen haben?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Nein"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Ja, die genannten Texte dürfen als Hilfsmittel mit"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Nur Heimsuchung"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Nur Gedichte"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Trotzdem musst du sie können."
        },
        {
          "id": "de-weg-ni-nicht",
          "prompt": "Was kommt 2027 nicht dran?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Interpretation literarischer Texte"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Erörterung pragmatischer Texte und informierendes materialgestütztes Schreiben"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Analyse pragmatischer Texte"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Erörterung literarischer Texte"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Argumentierend materialgestützt ja, informierend nein."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-weg-rp",
      "questions": [
        {
          "id": "de-weg-rp-vier",
          "prompt": "Was siehst du in der RP-Klausur 2027?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Nur Heimsuchung"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Vier fertige Aufgaben, du wählst eine"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Ein Pflichtbuch fürs Land"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Nur Sachtexte"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Zwei schulisch, zwei zentral."
        },
        {
          "id": "de-weg-rp-schule",
          "prompt": "Was reicht die Schule 2027 nicht ein?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Interpretationen"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Sachtext-Analyse und materialgestützte Argumentation"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Lyrik"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Dramatik"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Die beiden kommen zentral."
        },
        {
          "id": "de-weg-rp-buch",
          "prompt": "Gibt es ein landesweites Pflichtbuch?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Ja, Faust"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Nein. Du bearbeitest den Text, der in der gewählten Aufgabe liegt"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Ja, Heimsuchung"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Nur im LK"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Eine Kursganzschrift hilft nur, wenn der Block sie braucht."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-erdbeben-chili",
      "questions": [
        {
          "id": "de-erdbeben-chili-kinder",
          "prompt": "Welches Kind überlebt am Ende von Kleists „Das Erdbeben in Chili“?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Juan, der Sohn Don Fernandos"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Philipp, der Sohn von Jeronimo und Josephe"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Beide Kinder"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Keines der Kinder"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Meister Pedrillo zerschmettert Juan an einem Kirchpfeiler. Philipp überlebt, Don Fernando und Donna Elvire nehmen ihn als Pflegesohn an."
        },
        {
          "id": "de-erdbeben-chili-kirche",
          "prompt": "Was löst in der Dominikanerkirche den Angriff auf Jeronimo und Josephe aus?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Ein neues Erdbeben während der Messe"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Ein Befehl des Vizekönigs"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Eine Predigt, die das Beben als Strafe deutet und den Frevel im Klostergarten nennt, dann erkennt man die beiden"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Donna Elisabeth verrät die beiden laut vor allen"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Der Chorherr erklärt das Beben mit der Sittenverderbnis der Stadt und erwähnt den Frevel im Klostergarten. Danach werden die beiden erkannt, und Meister Pedrillo hetzt die Menge auf."
        },
        {
          "id": "de-erdbeben-chili-tal",
          "prompt": "Wie stellt der Text die Gemeinschaft im Tal nach dem Beben dar?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Als dauerhafte neue Ordnung, die bis zum Ende hält"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Als Zustand, in dem alle Stände einander helfen, der aber nur kurz hält und teils aus Josephes Sicht erzählt ist"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Als Ort, an dem die Liebenden sofort verurteilt werden"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Als bloßen Traum Jeronimos"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Fürsten und Bettler helfen einander, der „menschliche Geist“ scheint aufzugehen. Der Erzähler markiert mit „wie sie meinte“ Josephes Sicht, und am selben Tag endet alles in der Kirche."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-mittagsstunde",
      "questions": [
        {
          "id": "de-mitt-marret",
          "prompt": "Wer ist Marret im Film Mittagsstunde?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Ingwers Schwester"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Ingwers Mutter, die er lange für seine Schwester hält"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Ingwers Mitbewohnerin in Kiel"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Die Pflegerin von Ella"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Sönke und Ella ziehen Ingwer als eigenen Sohn auf. Marret ist Ellas Tochter und Ingwers Mutter, 1976 verschwindet sie."
        },
        {
          "id": "de-mitt-zeit",
          "prompt": "Wie verbindet der Film die Gegenwart mit der Vergangenheit?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Gar nicht, er erzählt streng chronologisch"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Durch Rückblenden in frühere Jahrzehnte des Dorfes"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Durch einen Erzähler aus dem Off, der alles erklärt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Durch Briefe, die Ingwer vorliest"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Szenen aus der Gegenwart, in der Ingwer die Großeltern pflegt, wechseln mit Rückblenden in die Zeit, als Brinkebüll sich verändert. Achte in der Analyse darauf, wie der Film zwischen den Zeiten wechselt."
        },
        {
          "id": "de-mitt-fassung",
          "prompt": "Welche Fassung von Mittagsstunde ist im Hamburger Abitur 2027 verbindlich?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Die hochdeutsche Fassung ohne Untertitel"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Der Roman von Dörte Hansen statt des Films"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Die niederdeutsche Tonfassung mit hochdeutschen Untertiteln"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Eine englische Synchronfassung"
            }
          ],
          "correctOptionId": "c",
          "explanation": "Verbindlich ist die niederdeutsche Tonfassung mit hochdeutschen Untertiteln. Ton und Untertitel sind deshalb auch Belege in der Analyse."
        }
      ]
    },
    {
      "id": "de-mario-zauberer",
      "questions": [
        {
          "id": "de-mario-ende",
          "prompt": "Wie endet Mario und der Zauberer?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Cipolla wird verhaftet, bevor er Mario vorführen kann"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Mario erwacht aus der Hypnose und schießt zweimal auf Cipolla"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Die Familie verlässt den Saal in der Pause"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Der Giovanotto erschießt Cipolla"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Cipolla lässt Mario glauben, er sei Silvestra, und lässt sich küssen. Mario erwacht, rennt die Stufen hinunter und schießt. Der Erzähler nennt das Ende fatal und zugleich befreiend."
        },
        {
          "id": "de-mario-wille",
          "prompt": "Was zeigt die Szene mit dem Herrn aus Rom, der nicht tanzen will?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Dass Cipolla nur Kinder hypnotisieren kann"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Dass bloßes Nicht-Wollen auf Dauer kein Widerstand ist: Er tanzt am Ende doch"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Dass das Publikum Cipolla gemeinsam besiegt"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Dass der Herr aus Rom Cipollas Helfer ist"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Cipolla kündigt an: „Auch wenn Sie nicht wollen!“ Der Herr wehrt sich lange und tanzt dann doch. Der Erzähler deutet: Etwas nur nicht zu wollen, ist auf die Dauer kein Lebensinhalt."
        },
        {
          "id": "de-mario-erzaehler",
          "prompt": "Wie erzählt der Ich-Erzähler die Geschichte?",
          "options": [
            {
              "id": "a",
              "text": "Als Tagebuch, Tag für Tag, ohne das Ende zu kennen"
            },
            {
              "id": "b",
              "text": "Rückblickend als Zeuge, der dabei war, nicht eingriff und das Ende von Anfang an kennt"
            },
            {
              "id": "c",
              "text": "Aus Cipollas Sicht"
            },
            {
              "id": "d",
              "text": "Als allwissender Erzähler, der nicht selbst vorkommt"
            }
          ],
          "correctOptionId": "b",
          "explanation": "Schon der erste Satz blickt zurück: „Die Erinnerung an Torre di Venere ist atmosphärisch unangenehm.“ Der Erzähler sitzt mit seiner Familie im Saal, spricht seine Zuhörer mit „Sie“ an und rechtfertigt, warum er nicht ging."
        }
      ]
    }
  ]
}
