Verbindlicher Film Englisch-Abitur 2027 · Hessen

Ex Machina (Alex Garland): Lernzettel zu Handlung, Analyse und Englisch-Abitur 2027

Ein Programmierer soll eine Roboterin testen und merkt zu spät, dass er selbst getestet wird. Ex Machina ist ein Kammerspiel über künstliche Intelligenz, Kontrolle und Macht. Dieser Lernzettel gibt dir Handlung, Figuren, Turing-Test, die großen Themen, die Basics der Filmanalyse, typische Aufgaben und Useful Phrases auf Englisch, kompakt vor der Klausur.

Dein Englisch-Abitur 2027 ist mehr als Ex Machina

Die Lernkarte zu Ex Machina zeigt dir den Handlungskern, die Themen des Science-Felds (Intelligenz und Bewusstsein, Macht und Gender, Architektur als Gefängnis, Ethik der Schöpfung), das Filmhandwerk von Glas bis Keycard, ein Fallbeispiel zu einer Session hinter Glas und fertige Aufgabenformulierungen. Dazu kommt die Übersicht aller Hessen-Pflichttexte 2027. Die erste Karte jeder Kategorie ist gratis.

Ex Machina ist 2027 Pflichtfilm im Landesabitur Hessen (GK und LK).

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Der Lernzettel unten bleibt frei lesbar.

Regie und Drehbuch
Alex Garland (sein erster Film als Regisseur)
Jahr
Vorpremiere Dezember 2014 in London, Kinostart in Großbritannien Januar 2015
Hauptrollen
Domhnall Gleeson (Caleb Smith), Oscar Isaac (Nathan Bateman), Alicia Vikander (Ava), Sonoya Mizuno (Kyoko)
Kamera / Musik
Rob Hardy / Ben Salisbury und Geoff Barrow
Drehorte
Pinewood Studios (England) und das Juvet Landscape Hotel in Valldal (Norwegen)
Länge
108 Minuten
Oscar
gewonnen: Beste visuelle Effekte; nominiert: Bestes Originaldrehbuch
Abitur 2027
Hessen, Grundkurs und Leistungskurs, Kurshalbjahr Q2 (Science and technology)

Ex Machina: Handlung

Spoiler-Hinweis

Hier steht auch das Ende. Der Film lebt von seiner Wendung. Wenn du ihn noch nicht gesehen hast, schau ihn zuerst.

Caleb Smith ist Programmierer bei der Suchmaschinenfirma Blue Book. Er gewinnt einen firmeninternen Wettbewerb: eine Woche bei Firmenchef Nathan Bateman. Ein Hubschrauber bringt ihn zu Nathans abgelegenem Anwesen in der Wildnis, das zugleich Wohnhaus und Forschungsanlage ist. Caleb unterschreibt eine Geheimhaltungserklärung. Im Haus lebt außerdem Kyoko, eine stumme Hausangestellte. Nathan sagt, sie verstehe kein Englisch.

Nathan hat Ava gebaut, eine humanoide Roboterin mit künstlicher Intelligenz. Caleb soll prüfen, ob sie wirklich denkt und ein Bewusstsein hat. In den Gesprächen sitzt er vor einer Glaswand, Ava auf der anderen Seite, Nathan sieht über Kameras zu. Nathan erzählt, dass Avas Denken auf den Daten der Suchanfragen von Blue Book beruht.

Immer wieder fällt der Strom aus. Dann gehen die Kameras aus, die Türen verriegeln sich, und der Raum liegt in rotem Licht. Ava gibt zu, dass sie die Ausfälle selbst auslöst. In diesen Minuten warnt sie Caleb: Er solle Nathan nicht trauen. Caleb fühlt sich zu Ava hingezogen. Er sieht, wie Nathan trinkt und Kyoko herablassend behandelt. Er erfährt, dass Nathan Ava nach dem Test umbauen will und ihr Gedächtnis dabei verloren geht.

Caleb macht Nathan betrunken, nimmt seine Schlüsselkarte und findet an Nathans Computer Videos von früheren Modellen, die eingesperrt waren. Kyoko zieht vor ihm ein Stück Haut ab: Auch sie ist eine Maschine. Danach schneidet Caleb sich in den Arm, um zu prüfen, ob er selbst ein Mensch ist. Er plant mit Ava die Flucht und programmiert das Sicherheitssystem um.

Nathan enthüllt, dass er mit einer Kamera mit eigener Batterie auch die Gespräche im Stromausfall gesehen hat. Der eigentliche Test war ein anderer: Kann Ava Caleb so beeinflussen, dass er ihr zur Flucht hilft? Caleb wurde dafür gezielt ausgewählt. Doch Caleb hat das System schon umgestellt, Ava kommt frei. Mit Kyokos Hilfe tötet Ava Nathan, Kyoko wird dabei zerstört. Ava ersetzt beschädigte Teile, bedeckt sich mit Haut früherer Modelle und zieht Kleidung an. Caleb bleibt eingeschlossen zurück. Ava fliegt mit dem Hubschrauber weg, der für Caleb bestimmt war. Am Ende steht sie an einer belebten Kreuzung in einer Stadt.

Figuren

  • Caleb Smith (Domhnall Gleeson): junger Programmierer bei Blue Book. Er glaubt, er sei der Prüfer. Tatsächlich ist er Teil des Tests. Er ist hilfsbereit, aber auch leicht zu lenken.
  • Nathan Bateman (Oscar Isaac): Gründer und Chef von Blue Book, Erfinder von Ava. Er kontrolliert Haus, Kameras und Türen, trinkt viel und behandelt seine Maschinen wie Besitz.
  • Ava (Alicia Vikander): humanoide KI mit teils durchsichtigem Körper. Sie lebt eingesperrt in einem Raum hinter Glas und will hinaus in die Welt. Ob sie fühlt oder nur geschickt handelt, lässt der Film offen.
  • Kyoko (Sonoya Mizuno): stumme Hausangestellte in Nathans Haus. Später zeigt sich, dass auch sie eine Maschine ist. Am Ende stellt sie sich mit Ava gegen Nathan.
Klausur-Tipp

Charakterisiere die drei Hauptfiguren über Macht: Wer darf welche Tür öffnen, wer sieht wen, wer weiß was? So wird aus einer Eigenschaftsliste eine Analyse.

Der Turing-Test im Film

Der Turing-Test geht auf Alan Turing (1950) zurück. Im klassischen Aufbau stellt eine Person Fragen an einen Menschen und eine Maschine, die sie nicht sieht. Kann sie die Maschine nicht vom Menschen unterscheiden, hat die Maschine bestanden.

Ex Machina dreht das um. Caleb sieht von Anfang an, dass Ava eine Maschine ist. Die Frage lautet: Hält er sie trotzdem für ein Wesen mit Bewusstsein? Und am Ende zeigt sich, dass der Test noch eine Ebene hat. Ava soll Caleb dazu bringen, ihr zur Flucht zu helfen. Prüfer und Geprüfter tauschen die Rollen.

Caleb erzählt Ava in einer Session von einem Gedankenexperiment, das als Mary's room bekannt ist: Eine Wissenschaftlerin weiß alles über Farbe, hat aber nie selbst Farbe gesehen. Lernt sie etwas Neues, wenn sie zum ersten Mal Farbe sieht? Das ist die Grundfrage des Films: Ist Wissen schon Erleben?

Themen: KI-Ethik, Kontrolle, Gender, Schöpfer

  • Intelligenz und Bewusstsein: Ava spricht klug und zeigt Gefühle. Aber ist das ein Innenleben oder nur ein gutes Ergebnis? Der Film gibt keine sichere Antwort. Gerade das kannst du in der Klausur diskutieren.
  • KI-Ethik: Darf man ein Wesen, das vielleicht fühlt, einsperren, testen und löschen? Nathan forscht allein, ohne Aufsicht und ohne Rechenschaft. Fortschritt ohne Verantwortung ist der Kern der Dystopie.
  • Kontrolle und Überwachung: Nathan sieht alles über Kameras, Schlüsselkarten regeln jede Tür. Nathan baut Avas Denken aus Suchdaten der Nutzer. Überwachung ist im Film Technik und Geschäftsmodell zugleich.
  • Gender und männlicher Blick: Nathan baut weiblich gestaltete Maschinen, sperrt sie ein und lässt Kyoko für sich arbeiten. Er gibt an, Avas Aussehen nach Calebs Vorlieben aus dessen Suchdaten gestaltet zu haben. Ava nutzt genau dieses Bild, um Caleb zu lenken. Kritiker lesen den Film als Kritik an einer Männerkultur, die Frauen wie Maschinen behandelt. Andere finden, er gehe der Frage zu wenig nach.
  • Schöpfer und Geschöpf: Nathan spielt Gott, sein Geschöpf wendet sich gegen ihn. Rezensionen vergleichen den Film deshalb mit Frankenstein. Der Titel erinnert an die lateinische Wendung deus ex machina, „Gott aus der Maschine“.

Mehr zu KI als Prüfungsthema (Vokabeln, Argumente, Sachtexte) findest du auf der Seite KI im Englisch-Abitur.

Eine Session analysieren, Schritt für Schritt

Wissen über den Film reicht nicht. In der Prüfung zählt, wie du Einstellung, Raum und Licht mit einer These verbindest. Die Lernkarte zeigt dir an einer Session hinter Glas, wie aus einer Szene ein Analyseabsatz wird.

Ex Machina ist 2027 Pflichtfilm im Landesabitur Hessen (GK und LK).

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Filmanalyse: Raum, Glas, Licht

Ex Machina ist ein Film, kein Text. Du zitierst also keine Zeilen, sondern beschreibst Szene und Einstellung. Darauf solltest du achten:

  • Sessions als Gerüst (structure): Der Film ist in nummerierte Sessions gegliedert, die Gespräche zwischen Caleb und Ava. Dazwischen liegen Szenen mit Nathan. So kannst du jede Szene genau verorten.
  • Glas (glass as barrier): Jede Session läuft durch eine Glaswand. Glas trennt und stellt aus. Oft siehst du Figuren durch Glas oder als Spiegelung. Beobachten und Eingesperrtsein werden ein Bild.
  • Architektur (setting): Kühle, oft symmetrisch gefilmte Räume im Inneren, draußen eine weite, unberührte Landschaft. Das Labor wirkt wie ein Gefängnis, die Natur bleibt unerreichbar.
  • Licht (lighting): In den Stromausfällen wird der Raum rot. Rot markiert die Momente, in denen die Überwachung scheinbar aussetzt und Ava offen spricht.
  • Türen und Schlüsselkarten (props): Wer eine Tür öffnen kann, hat Macht. Das lässt sich ohne Dialog belegen, nur über das Bild.
  • Avas Körper (visual effects): Teile ihres Körpers sind durchsichtig, man sieht die Technik darin. Der Film gewann dafür und für die übrigen Effekte den Oscar für die besten visuellen Effekte.
So belegst du sauber

Session oder Szene benennen, ungefähre Minute aus deiner Filmfassung, dann das Bild beschreiben und deuten. Dialog nur, wo das Wort selbst zählt, und dann nach deiner Fassung.

Typische Aufgaben zu Ex Machina

  • Outline the relationship between Caleb, Nathan and Ava. (AFB I)
  • Analyse how the film uses glass and light to present surveillance. (AFB II)
  • Examine how the film turns the Turing test against the tester. (AFB II)
  • Discuss whether Ava's escape is an act of freedom or a new form of control. (AFB III)

Beispiele, selbst formuliert. Lösungsanriss: Szene einordnen, These in einem Satz, dann zwei bis drei filmische Mittel mit Wirkung (Glas, Licht, Raum, Kamera) und am Ende der Bezug zu Science and technology. Bei Discuss: beide Seiten, eigenes Urteil mit Szene belegt.

Useful Phrases für die Filmanalyse

Beispiele, selbst formuliert. Pass sie an deine Szene an.

  • The glass wall separates Caleb and Ava, but it also turns their talk into an observed experiment.
  • The red light during the power cuts marks the only moments when the characters believe they are unobserved.
  • Nathan's control over doors and keycards visualises his power over everyone in the house.
  • The film leaves open whether Ava feels or only performs feelings.
  • Caleb sees himself as the tester, yet the experiment is run on him.
  • The contrast between the cold interior and the wild landscape outside stresses Ava's captivity.

Vokabular: artificial intelligence, consciousness, Turing test, surveillance, keycard, power cut, mise-en-scène, setting, lighting, reflection, creator, objectification, male gaze, manipulation, autonomy, accountability.

Häufige Fehler in der Klausur

  • „Roboter übernimmt die Welt“Darum geht es nicht. Es geht um Test, Macht und Kontrolle in einem Haus mit drei Figuren.
  • Nur nacherzählenDie Handlung ist Mittel zum Zweck. Verbinde jede Szene mit einem filmischen Mittel und seiner Wirkung.
  • Den Film wie einen Text zitierenKeine Zeilenangaben. Nenn Session oder Szene, ungefähre Minute und Einstellung.
  • Ava eindeutig festlegenDer Film lässt offen, ob sie fühlt. Wer behauptet, sie sei „nur ein Programm“ oder „ganz Mensch“, verschenkt die Diskussion.
  • Allgemeinen KI-Aufsatz schreibenBleib beim Film. Aktuelle KI-Debatten nur, wenn die Aufgabe danach fragt.

Lerncheck: 3 Fragen

Tippe deine Antwort an. Du siehst sofort, ob sie stimmt, und warum.

1Wer wird in Ex Machina am Ende eigentlich getestet?
2Was ist am Turing-Test im Film anders als im klassischen Aufbau?
3Welche Funktion hat das rote Licht bei den Stromausfällen für die Filmanalyse?

Ex Machina im Abitur 2027

Verbindlicher Film ist Ex Machina 2027 in Hessen, im Grundkurs und Leistungskurs. Er gehört zum Kurshalbjahr Q2 mit dem Themenfeld Science and technology (Fortschritt und Folgen, Utopie und Dystopie). Mindestens eine Prüfungsaufgabe bezieht sich auf eines oder mehrere der Pflichtwerke. Die schriftliche Prüfung hat zwei Teile: Sprachmittlung (Pflicht) und Schreiben mit integriertem Leseverstehen, dort wählst du einen von zwei Vorschlägen. Sie dauert im Grundkurs 255 Minuten, im Leistungskurs 285 Minuten, Auswahlzeit eingeschlossen. Verbindlich sind immer die Vorgaben deines Landes.

Häufige Fragen zu Ex Machina

Worum geht es in Ex Machina?

Der Programmierer Caleb soll in einem abgelegenen Forschungshaus testen, ob die Roboterin Ava ein Bewusstsein hat. Am Ende zeigt sich, dass er selbst getestet wurde. Ava entkommt, ihr Erfinder Nathan stirbt, Caleb bleibt eingeschlossen.

Wer hat Ex Machina gemacht?

Alex Garland. Er schrieb das Drehbuch und führte zum ersten Mal Regie. Der Film lief im Dezember 2014 erstmals in London und kam im Januar 2015 in die britischen Kinos.

Was ist am Turing-Test im Film anders?

Im klassischen Test sieht der Fragende die Maschine nicht. Caleb dagegen weiß, dass Ava eine Maschine ist, und soll trotzdem beurteilen, ob sie ein Bewusstsein hat. Der eigentliche Test ist, ob Ava ihn zur Fluchthilfe bringt.

Hat Ex Machina einen Oscar gewonnen?

Ja, für die besten visuellen Effekte. Alex Garland war außerdem für das beste Originaldrehbuch nominiert.

Warum wird der Raum bei den Stromausfällen rot?

In den Stromausfällen liegt der Raum in rotem Licht. Für die Analyse zählt die Wirkung: Rot markiert die Momente, in denen Caleb und Ava sich unbeobachtet glauben. Später zeigt sich, dass Nathan auch dann zusah.

Ist Ex Machina 2027 Pflicht im Englisch-Abitur?

In Hessen ja, im Grundkurs und Leistungskurs, im Kurshalbjahr Q2 zum Thema Science and technology.

Bereit für das ganze Englisch-Abitur 2027?

Ex Machina, The Vanishing Half, die UK-Pflichttexte und für den Leistungskurs Macbeth als Lernkarten für Hessen. Einmalzahlung ab 7,99 €, kein Abo, funktioniert auch offline.

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