The media im Englisch-Abitur 2027: Lernzettel mit Themen, Phrases und Aufgaben
Wer entscheidet, was wir sehen, und was macht das mit uns? Um diese Frage dreht sich das Themenfeld The media bzw. The impact of the media on society. 2027 ist es in Berlin, Brandenburg und im Saarland Stoff fürs Englisch-Abitur. Dieser Lernzettel zeigt dir die Kernthemen, Useful Phrases auf Englisch, typische Aufgaben je Anforderungsbereich und die häufigsten Fehler.
The media in deinem Bundesland
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The media ist 2027 Themenfeld in Berlin, Brandenburg und im Saarland:
Der Lernzettel unten bleibt frei lesbar.
- Fach
- Englisch, Schreibaufgabe am vorgelegten Text (Analyse und Comment)
- Kernfrage
- Wer wählt aus, wer spricht, wer verdient daran?
- Kernaspekte
- agenda-setting, attention economy, media change, manipulation and media literacy, media funding, identity and platforms
- Material
- Zeitungsartikel, Kommentar, Fernsehen, Podcast, Cartoon, Social-Media-Feed
- Abitur 2027
- Berlin und Brandenburg „The impact of the media on society“, Saarland „The media“
- Besonderheiten
- Brandenburg mit USA-Bezug, Saarland im L-Kurs zusätzlich media funding
Die Kernthemen
Im Abitur bekommst du einen unbekannten englischen Text. Du sollst nicht allgemein über „die Medien“ reden, sondern zeigen, wie dieser Text Medien, Öffentlichkeit und Macht darstellt. Diese Achsen stecken fast immer im Material:
- Agenda-setting und gatekeeping: Redaktionen wählen aus, was überhaupt Nachricht wird (gatekeeping). Die Agenda-Setting-Forschung geht auf Maxwell McCombs und Donald Shaw zurück: Sie verglichen bei der US-Präsidentschaftswahl 1968 in Chapel Hill, welche Themen Wähler für wichtig hielten und welche die Medien groß brachten, und veröffentlichten das 1972. Der Kern: Medien bestimmen weniger, was wir denken, als worüber wir nachdenken.
- Attention economy: Aufmerksamkeit ist knapp, also wird sie zur Ware. Plattformen ranken Beiträge nach engagement (Klicks, Likes, Verweildauer), Werbung bezahlt. Auch ein Algorithmus wählt aus, nur ohne Redaktion. Empörung (outrage) verbreitet sich oft schneller als Nüchternheit.
- Media change: von analog zu digital, vom festen Sendeplan zum Streaming, vom Lokalblatt zur globalen Reichweite. Klassische Formate wie tabloid und broadsheet stehen neben Feed und Podcast. Frag: Was gewinnt der Text durch das neue Format, was geht verloren (Kontext, Prüfung, Lokaljournalismus)?
- Manipulation und media literacy: Misinformation ist falsch, aber ohne Absicht geteilt, disinformation ist absichtlich gestreut. Dazu kommen deepfakes, filter bubbles und echo chambers. Den Begriff filter bubble machte Eli Pariser mit seinem Buch The Filter Bubble (2011) bekannt. Wie stark der Effekt wirklich ist, ist in der Forschung umstritten. Media literacy heißt: Absender, Interesse, Beleg und Form prüfen. Mehr dazu auf der Seite Fake News im Englisch-Abitur.
- Identity und Plattformen: Viele Texte schauen auf den Einzelnen: self-branding, Influencer, das sorgfältig gestaltete Ich (curated self), einseitige Nähe zu Stars (parasocial relationships). Frag, wer in den Medien überhaupt vorkommt (representation) und ob Sichtbarkeit mit Anerkennung verwechselt wird. Wortschatz und Comment-Tipps zum Teilthema findest du auf der Seite Social Media im Englisch-Abitur.
- Surveillance and privacy: Wer zuschaut, sammelt Daten (tracking, Big Data). Ist ein Angebot kostenlos, bezahlen oft die Nutzer mit ihren Daten und ihrer Aufmerksamkeit.
Frag bei jedem Text: Wer wählt aus, wer spricht, wer verdient daran? Markiere, wem die Geschichte gehört (Redaktion, Plattform, Politikerin oder die gefilmte Person) und wie gerahmt wird: Überschrift, Bild, Wortwahl, Auslassung.
Wer bezahlt die Medien?
Wer bezahlt, bestimmt oft den Ton. Im Saarland ist das im L-Kurs ausdrücklich Stoff (media funding), aber auch in Berlin und Brandenburg hilft dir das Wissen, wenn ein Text über Unabhängigkeit oder Werbung spricht.
| Modell | Wie es funktioniert | Typische Frage im Comment |
|---|---|---|
| Public service | Finanzierung über eine Gebühr. Die BBC finanziert sich vor allem über die licence fee und sendet auf ihren öffentlich-rechtlichen Kanälen keine Werbung. In Deutschland zahlt man für ARD, ZDF und Deutschlandradio den Rundfunkbeitrag, einen pro Wohnung. | Schafft die Gebühr Abstand zu Werbekunden, und wie viel Abstand zum Staat? |
| Advertising | Werbung bezahlt das Programm oder die Plattform. Je mehr Aufmerksamkeit, desto mehr Geld. | Belohnt das Modell Klicks statt Qualität? |
| Subscription / paywall | Leser oder Zuschauer zahlen direkt. | Wer kann sich gute Information noch leisten? |
| Crowdfunding | Viele kleine Beiträge, oft für ein einzelnes Projekt oder ein kleines Medium. | Wird man abhängig von den eigenen Unterstützern? |
Zahlen zu Gebühren oder Umsätzen brauchst du in der Klausur nicht. Wichtig ist das Argument: Jedes Modell schafft eigene Abhängigkeiten.
Vom Medientext zur fertigen Analyse
Wie du markierst, wem die Geschichte gehört, eine These auf Englisch formulierst und Rahmung und Auslassung deutest: Die Lernkarte geht das an einem Fallbeispiel Schritt für Schritt durch.
The media ist 2027 Themenfeld in Berlin, Brandenburg und im Saarland:
Useful Phrases für Analyse und Comment
Diese Sätze kannst du anpassen und in der Klausur verwenden. Alle Beispiele sind selbst formuliert.
| Wofür | Phrase (Beispiel, selbst formuliert) |
|---|---|
| These einleiten | The article presents social media as a source of both participation and manipulation. |
| Agenda benennen | By placing the scandal on the front page, the paper decides what its readers will talk about. |
| Rahmung deuten | The headline frames the protest as chaos, while the photo shows a peaceful crowd. |
| Auslassung | What the report leaves out is just as telling: the workers themselves never get a voice. |
| Aufmerksamkeit | The text suggests that attention, not information, has become the real product. |
| Finanzierung | A newspaper that depends on advertisers may avoid stories that hurt them. |
| Position im Comment | I agree up to a point: users make their own choices, but the design of the app shapes them. |
| Abschluss | All in all, the text shows that media literacy is less about distrust than about asking the right questions. |
Wortfelder: power: agenda-setting, gatekeeping, framing, public opinion, accountability · platforms: algorithm, engagement, attention economy, personalisation, influencer · truth: misinformation, disinformation, deepfake, fact-checking, filter bubble, echo chamber · funding: licence fee, public service broadcasting, advertising, subscription, paywall, crowdfunding · privacy: surveillance, tracking, data.
Typische Aufgaben je Anforderungsbereich
Die Teilaufgaben folgen den drei Anforderungsbereichen (AFB). Die ersten drei Beispiele stehen so in den Lernkarten für Berlin und Brandenburg (typische Formulierungen, kein Wortlaut einer echten Prüfung), das vierte ist selbst formuliert:
- AFB I (Verstehen): Outline how the text presents the relationship between media and public opinion. Lösungsanriss: zwei bis drei Kernaussagen knapp und neutral, im Present Tense, ohne Deutung und ohne lange Zitate.
- AFB II (Analyse): Analyse how language and images construct trust, or distrust, in the media. Lösungsanriss: These, dann zwei bis drei Mittel (Überschrift, Bild, Wortwahl, Auslassung) mit kurzem Zitat, Zeilenangabe und Wirkung.
- AFB III (Comment): Discuss whether platforms should be treated as publishers or as neutral pipes. Lösungsanriss: Pro und Contra mit Beispielen, Bezug zum Text, am Ende ein begründetes Urteil.
- AFB III (Saarland L-Kurs, Beispiel selbst formuliert): Assess whether public funding guarantees independent journalism. Lösungsanriss: Gebühr gegen Werbung und Abo abwägen, Abstand zu Werbekunden und Nähe zum Staat beide nennen, Urteil begründen.
Die genauen Operatoren und Aufgabenformate legt dein Land fest. Prüfe in der Liste deines Landes, welche Operatoren in welchem AFB stehen.
Häufige Fehler
- App-Liste statt ArgumentTikTok, Instagram und X aufzählen bringt nichts, wenn du nicht zeigst, welche Rolle sie im Text spielen.
- „The media lie.“Ohne Absender, Interesse, Form und Beleg ist das kein Argument.
- Filter bubble als bewiesenDer Effekt ist in der Forschung umstritten. Schreib vorsichtig: may, can, tends to.
- Textsorte übersehenEin Cartoon übertreibt mit Absicht, ein Bericht informiert, ein Leitartikel argumentiert.
- Finanzierung vergessenSpricht der Text über Werbung, Bezahlung oder Unabhängigkeit, gehört das in deine Analyse. Im Saarland ist es im L-Kurs ausdrücklich Stoff.
- Feld verfehltEin Aufsatz über KI passt zu Science and technology, nicht hierher, wenn der Text über Journalismus oder Identität spricht.
Lerncheck: 3 Fragen
Tippe deine Antwort an. Du siehst sofort, ob sie stimmt, und warum.
The media im Abitur 2027: welche Länder?
In Berlin, Brandenburg und im Saarland ist das Themenfeld 2027 Prüfungsstoff. Name und Zuschnitt unterscheiden sich:
| Land | Themenfeld | Besonderheit |
|---|---|---|
| Berlin | The impact of the media on society | Teil 1 (Leseverstehen und Schreiben), Kurshalbjahr 4. Die Sprachmittlung (Teil 2) ist nicht an dieses Feld gebunden |
| Brandenburg | The impact of the media on society – unter besonderer Berücksichtigung gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse in den USA | Teil 1 (Leseverstehen und Schreiben), Kurshalbjahr 4. Extra USA-Bezug, zum Beispiel First Amendment gegen Plattformregeln, Wahlkampf in sozialen Medien, race and representation, wenn der Text das thematisiert |
| Saarland | The media | G- und L-Kurs. Medienwandel (analog zu digital, linear zu Streaming, lokal zu global), Wirkung (information, entertainment, manipulation). Nur L-Kurs: media funding (öffentlich, Crowdfunding, Werbung) |
Prüfungsdauer, Hilfsmittel und die übrigen Themenfelder unterscheiden sich je Land. Nordrhein-Westfalen hat ein eigenes Feld, „Medien und Literatur im Wandel“: siehe Medien und Literatur im Wandel (NRW). Zu den Lernkarten deines Bundeslands
Häufige Fragen zu The media
Worum geht es im Themenfeld The media?
Um die Frage, wie Medien Öffentlichkeit, Identität und Macht formen: wer auswählt, was sichtbar wird, wie Plattformen um Aufmerksamkeit kämpfen, wie Manipulation funktioniert und wer die Medien bezahlt. Du analysierst das an einem unbekannten englischen Text.
Geht es nur um Social Media?
Nein. Social Media ist nur ein Kanal. Zeitung, Fernsehen, Podcasts und Cartoons zählen genauso, wenn sie im Material stehen. Im Saarland gehört auch der Vergleich von traditionellen und modernen Medien dazu.
Was ist der Unterschied zwischen Berlin und Brandenburg?
Beide Länder nennen das Feld „The impact of the media on society“. Brandenburg ergänzt „unter besonderer Berücksichtigung gesellschaftlicher Entwicklungsprozesse in den USA“. Du setzt den USA-Bezug dort, wo das Material ihn trägt, statt die ganze US-Geschichte zu pauken.
Was muss ich im Saarland zum Thema media funding wissen?
Im L-Kurs nennen die Vorgaben die Finanzierung der Medien: öffentlich, Werbung, Crowdfunding. Du solltest die Modelle erklären und abwägen können, welche Abhängigkeit jedes schafft. Ein bekanntes Beispiel für öffentliche Finanzierung ist die licence fee der BBC.
Wie bereite ich mich am besten vor?
Lern den Wortschatz der Wortfelder, übe für jeden AFB eine Aufgabe und frag bei jedem Übungstext: Wer wählt aus, wer spricht, wer verdient daran? Formulierungen für Analyse und Comment solltest du sicher abrufen können.
Bereit für das ganze Englisch-Abitur 2027?
Alle Themenfelder, Operatoren und Textsorten für dein Bundesland als Lernkarten. Einmalzahlung ab 7,99 €, kein Abo, funktioniert auch offline.
The media ist 2027 Themenfeld in Berlin, Brandenburg und im Saarland: